Formel 1: Ricciardo gewinnt in China - Vettel nur Achter

Der aus der Pole-Position gestartete Sebastian Vettel musste sich mit Platz 8 bescheiden.

Daniel Ricciardo hat den Siegeszug der Ferrari in der Formel 1 gestoppt und beim Großen Preis von China den ersten Saisonsieg für Red Bull gefeiert. Vettel: "Ich denke, dazu muss man nichts sagen".

Mit 54 Punkten liegt der Heppenheimer allerdings nur noch knapp vor Weltmeister Lewis Hamilton (45), der in Shanghai nicht über den vierten Platz hinauskam. Dritter des Rankings ist Bottas (40).

Während das Rennen wegen eines Unfalls der beiden Toro-Rosso-Piloten Pierre Gasly und Brendon Hartley für einige Runden neutralisiert wurde, wechselten die Red-Bull-Piloten Daniel Ricciardo und Max Verstappen ihre Reifen zum zweiten Mal.

Vettel verteidigte zu Beginn seine Spitzenposition und war der große Gewinner des Starts. Doch in Runde 42 übertreibt es der junge Holländer mit der Aggressivität, schießt Vettel beim Überholmanöver ab, beide drehen sich. Einzig Bottas hielt annähernd mit dem Tempo mit, der Rückstand auf Vettel pendelte sich bei etwas mehr als drei Sekunden ein.

Das nächste Formel-1-Rennen findet in zwei Wochen in Aserbaidschan statt.

Kurz vor der Rennhalbzeit ließ sich Ferrari dann aber taktisch überrumpeln: Bottas kam früh zum Reifenwechsel und war auf frischen Pneus in der Folge deutlich schneller unterwegs.

Bis zu den ersten Stopps steuert Sebastian Vettel (30) einem Start-Ziel-Sieg entgegen. Die währte jedoch nur bis zum Boxenstopp des Vettel-Kollegen. Wie schon im Finale von Bahrain lieferten sich Bottas und Vettel an der Spitze nun ein packendes Duell - dieses Mal jedoch mit Vettel als Jäger. Der Ferrari kam jedoch nicht entscheidend an den Silberpfeil heran. Die schnellsten Autos im Feld waren in der finalen Phase aber nicht Mercedes oder Ferrari.

Dann kam der große Auftritt der Red Bulls, die von dem Safety-Car-Halt profitierten.

Auch Verstappen wähnte sich auf der Überholspur, riskierte jedoch wieder einmal zu viel. Der Niederländer drängte Vettel in der engen Kurve 14 nach außen und fuhr ihm in die Seite. Renault-Pilot Nico Hülkenberg beendete das Rennen als Sechster. Das Debakel war perfekt.

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