Gesundheitsminister fordert Beitragssenkung von Krankenkassen

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn fordert Beitragssenkungen von den gesetzlichen Krankenkassen. Dem Redaktionsnetzwerk Deutschland sagte er, bei vielen Krankenkassen sei der Spielraum für Beitragssenkungen vorhanden. Erst zum Jahreswechsel hätten sie die Beiträge für zwölf Millionen gesetzlich Versicherte gesenkt.

0,1 Prozentpunkte weniger Zusatzbeitrag bedeuten für gesetzlich Versicherte mit einem Bruttoeinkommen von 3000 Euro auf das Jahr gerechnet eine Entlastung um 36 Euro.

Gesundheitsminister Spahn hatte seine Forderung nach einer Beitragssenkung mit den milliardenschweren Geldreserven der Kassen begründet. "Geld horten ist nicht Aufgabe der Krankenkassen". "Die Versicherten haben einen Anspruch darauf", so Spahn. Das Potenzial für Beitragssatzsenkungen sei bislang nicht ausgeschöpft worden, hatte das Ministerium bereits im März geurteilt. Das entspricht nach RND-Informationen einer Entlastung um 4,4 Milliarden Euro, rund 80 Euro pro Kassenmitglied. Demnach hätten die Kassen selbst bei einem solchen Schritt immer noch mehr als eine Monatsausgabe als Finanzreserve - laut dem Bericht viermal so viel wie gesetzlich vorgeschrieben.

Aktuell liegt der - vom Gesetzgeber festgelegte - allgemeine Beitragssatz zur gesetzlichen Krankenversicherung bei 14,6 Prozent. Geplant ist, dass der Beitrag künftig wieder komplett gleichteilig finanziert wird.

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