Giftgasangriff in Duma von britischen Geheimdiensten inszeniert - OPCW-Vertreter

Sie beruft sich dabei auf den Bericht des Generaldirektors der OPCW, Ahmet Üzümcü, am Montag vor dem Exekutivrat der Organisation in Den Haag. "Uneingeschränkter Zugang unerlässlich." Während der Sitzung warf der britische Botschafter Peter Wilson der russischen Regierung vor, "seit 2016 jede OPCW-Ermittlung zu Vorwürfen gegen das Regime wegen des Einsatzes von Chemiewaffen zu untergraben". Damit habe der weitere Einsatz von Chemiewaffen verhindert werden sollen, teilte der britische Diplomat auf Twitter mit. "Russland & Syrien haben den Zugang zu Duma noch nicht erlaubt".

Russland weist die Vorwürfe aber vehement zurück. Er rief dazu auf, die Verantwortlichen für den Anschlag zur Rechenschaft zu ziehen. "Das ist eine weitere Erfindung der Briten", sagte Vizeaußenminister Sergej Rjabkow am Montag in Moskau. Die Reise sei gescheitert, weil die Sicherheitsabteilung des UN-Sekretariats sie nicht genehmigt habe, sagte Rjabkow.

Das Experten-Team der OPCW, das den mutmaßlichen Giftgasanschlag untersuchen soll, sei am Samstag in Damaskus eingetroffen, könne aber nicht weiterreisen.

Die Luftangriffe erfolgten nur Stunden, bevor die Inspektoren der Organisation für das Verbot chemischer Waffen (OPCW) mit ihrer Erkundungsmission vor Ort begannen.

Vertreter der Regierung hätten sich einige Male mit der OPCW-Delegation getroffen, um über eine Kooperation zu sprechen.

Das laufende Mandat der OPCW Fact Finding Mission (F.F.M.) besteht seit 2014 mit der Aufgabe, "Fakten über Behauptungen über die Verwendung giftiger Chemikalien, angeblich Chlor, für feindselige Zwecke in der Arabischen Republik Syrien" zu ermitteln. Die "Präzision, Transparenz und Unparteilichkeit" der Mission stehe im Vordergrund.

Der "Einschüchterungsversuch" der USA, Großbritanniens und Frankreichs wurde "unter einem absolut weit hergeholten Vorwand des angeblichen Einsatzes chemischer Waffen durch die syrischen Behörden im Damaszener Vorort Duma am 7. April" durchgeführt, so das Ministerium in einer Erklärung.

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