Grimme-Preis für "Gosling-Gate"

Die Preise werden seit 1964 jährlich vom Grimme-Institut verliehen.

Ob Maren Kroymann, die einen Grimme-Preis für die Satiresendung "Kroymann" erhält, das Ryan-Gosling-Double Ludwig Lehner, der gemeinsam mit Joko Winterscheid und Klaas Heufer-Umlauf bei #GoslingGate die Preisverleihung zur Goldenen Kamera sprengte oder die Träger der Besonderen Ehrung des Deutschen Volkshochschul-Verbandes, Inge von Bönninghausen, Armin Wolf und Gert Scobel.

Das teilte der Deutsche Volkshochschul-Verband (DVV), der den Sonderpreis vergibt, am Freitag mit. Die Besondere Ehrung gehe an drei Personen, die für zentrale Leitmotive im Journalismus stünden: Aufklärung, gesellschaftliche Emanzipation und Stärkung der Urteilskraft. Damit wolle man in Zeiten einer sich ständig verändernden öffentlichen Informations- und Diskussionskultur, die durch vermeintlich große Transparenz und zugleich Anonymität im Internet geprägt sei, ein deutliches Zeichen für Qualitätsjournalismus setzen, so DVV-Präsidentin Annegret Kramp-Karrenbauer, die zugleich auch CDU-Generalsekretärin ist. Sie habe 1980 als Redakteurin beim WDR die Sendung "Frauen-Fragen" eingeführt, die unter dem Titel "frau tv" heute das älteste und nach dem Aus von "ML Mona Lisa" im ZDF mittlerweile einzige Frauenmagazin im deutschen Fernsehen sei.

Von jetzt an darf sich auch der österreichische Journalist und "Zeit im Bild 2"-Moderator Armin Wolf zum illustren Kreis der Honorierten zählen". Wissenschaftsjournalismus, wie Scobel ihn präge, sei "wichtiger denn je". Er zeige immer wieder aufs neue, "wie man journalistisch mit Vereinfachung und Populismus umgeht: präzise, unnachgiebig, unerschrocken, analytisch, leidenschaftlich, aber nicht von eigenen Gefühlen hingerissen". Dies stelle Scobel aktuell wöchentlich in seiner Sendung "scobel" bei 3sat unter Beweis.

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