Hannover: Obduktion bestätigt - Hund "Chico" hat Frau und Sohn getötet

Die Stadt Hannover hat nach der tödlichen Hundeattacke Fehler eingeräumt: Der Hund "Chico" war den Behörden bereits 2011 aufgefallen. Das ergab die Obduktion der Leichen, wie die Ermittler am Freitag mitteilten.

Nach jetzigen Erkenntnissen hätte eine Begutachtung dazu geführt, dass dem Besitzer die Haltung des Tieres verboten worden wäre, hieß es.

Hannover.Nach dem Tod einer 52-jährigen Frau und ihres Sohnes in Hannover hat die Obduktion den Verdacht einer Hundeattacke bestätigt: Staffordshire-Terrier-Mischling "Chico" hat seine Besitzer in ihrer Wohnung totgebissen. Einzelheiten will die Stadt am Montag bekanntgeben.

Beide Opfer starben an Bissverletzungen, die ihnen ihr eigener Staffordshire-Terrier-Mischling zufügte.

Der Hund "Chico" befinde sich noch in einem Tierheim und werde nun vermutlich eingeschläfert. "Chico" soll nun getötet werden.

Warum der Hund seine beiden Bezugspersonen angriff und tötete, ist weiter unklar.

Eine Tochter der 52-Jährigen hatte die Beamten am Dienstagabend alarmiert, weil sie beim Blick durch ein Wohnungsfenster einen leblosen Körper gesehen hatte.

Ein Rentnerpaar hatte in der Vergangenheit den Tierschutzverein informiert, der bei zwei Besuchen 2014 und 2016 allerdings keine Vernachlässigung des Terrier-Mischlings feststellte.

Der Stadt Hannover waren bei Prüfungen der vergangenen fünf Jahre keine früheren Angriffe bekannt. Nach der Attacke war der Ruf nach strengeren Kontrollen für Hundebesitzer laut geworden.

Auch eine Diskussion um sogenannte Kampfhunde kam auf.

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