Hunderte Flugzeuge bleiben nach Triebwerksexplosion am Boden

Der Zwischenfall an Bord eines Jets der Fluggesellschaft Southwest Airlines hat weitreichende Folgen: Um der mysteriösen Explosion auf den Grund zu gehen, ordnen die US-Behörden die Überprüfung von Hunderten Jets mit baugleichen Triebwerken an. Nun werden Flugzeuge mit einem baugleichen Antriebsteil untersucht. Alle Triebwerke vom Typ CFM56-7B, die mehr als 30.000 Flüge auf dem Buckel haben, müssten binnen 20 Tagen überprüft werden, erklärte die FAA am Freitag. Der Triebwerksbauer ist ein Gemeinschaftsunternehmen des US-Konzerns General Electric (GE) und des französischen Luftfahrtunternehmens Safran. Nach Schätzungen des Herstellers sind 352 Triebwerke in den USA und 681 weltweit betroffen, teilte die FAA mit. Die Anweisung der FAA gilt ab sofort. Neben der FAA nahm auch die Verkehrsaufsichtsbehörde NTSB Ermittlungen zu dem Vorfall auf.

Auf einem Flug von New York nach Dallas war bei einer Boeing 737 in knapp 10.000 Metern Flughöhe das linke Triebwerk explosionsartig zerborsten.

Eine erste Untersuchung des kaputten Triebwerks der Boeing 737 ergab, dass eine Turbinenschaufel fehlte. Trümmerteile des Triebwerks durchschlugen ein Kabinenfenster und verletzten eine Passagierin tödlich. Nach Einschätzung der US-Flugsicherheitsbehörde (FSB) war diese möglicherweise aufgrund von Verschleiß zerbrochen.

Die Maschine mit 144 Passagieren und fünf Crewmitgliedern an Bord musste schließlich eine Sicherheitslandung in Philadelphia hinlegen.

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