Igor Levit gibt "Echo" zurück

Nun folgen mit Pianist Igor Levit und Dirigent zu Guttenberg zwei weitere Künstler ihrem Beispiel.

Die Kritik an der Auszeichnung der Rapper Kollegah und Farid Bang mit dem Musikpreis "Echo" nimmt zu. Die Vergabe an die beiden Rapper sei für ihn "ein vollkommen verantwortungsloser, unfassbarer Fehltritt der Echo-Jury und gleichzeitig auch Ausdruck für den derzeitigen Zustand unserer Gesellschaft", schrieb Levit auf Twitter.

Der Vater des ehemaligen Bundesminister für Wirtschaft und Energie und das Orchester hatten 2008 einen Echo Klassik für ihre Einspielung der vierten Symphonie von Anton Bruckner bekommen. Dirigent Enoch zu Guttenberg, Vater von Karl-Theodor zu Guttenberg, reiht sich ein in die Riege derer, die auf den Echo lieber verzichten wollen. Auf derselben Verleihung war ein Album der beiden Rapper ausgezeichnet worden, dessen Texte als antisemitisch kritisiert werden. Voormann, ein Freund und Wegbegleiter der Beatles, hatte den Echo für sein Lebenswerk erst in der vergangenen Woche erhalten. Der Sänger Peter Maffay forderte die Verantwortlichen zum Rücktritt auf.

Diese Nachricht wurde am 17.04.2018 im Programm Deutschlandfunk gesendet. Der Bundesverband Musikindustrie kündigte angesichts der Proteste an, das Konzept des Preises zu überarbeiten.

Dennoch habe sich der Beirat in Abwägung zwischen Kunstfreiheit und Nichtzulassung zu Gunsten der Kunstfreiheit durchgerungen.

Ausgabe: