Ilmkreis und Suhl jetzt FSME-Risikogebiete

Das Berliner Robert-Koch-Institut (RKI) hat zwei weitere Thüringer Regionen als Risikogebiete für die von Zecken übertragene Viruserkrankung FSME eingestuft. Neue Gebiete wurden in den Bundesländern Sachsen, Thüringen und Bayern registriert. Somit sind Bayern und auch Baden-Württemberg fast flächendeckend betroffen. Insgesamt gibt es in Deutschland jetzt 156 Risikokreise. Keinerlei FSME-Fälle gab es bislang nur in Bremen und Hamburg. Damit steigt die Zahl der FSME-Risikogebiete in Thüringen auf zehn.

Zecken können den Erreger der Frühsommer-Meningoenzephalitis (FSME) übertragen, einer virusbedingten Hirnhaut- oder Gehirnentzündung. Experten beobachten seit einigen Jahren, dass sich FSME-infizierte Zecken in Deutschland weiter vom Süden in den Norden ausbreiten. Im vergangenen Jahr wurden in Sachsen 21 Erkrankungen gemeldet. Milde Winter sorgen zudem dafür, dass die Zecken schon recht früh aktiv werden. Alle Menschen, die sich in einem Risikogebiet aufhalten, sollten entsprechend geimpft sein, empfiehlt das Gesundheitsministerium. Die Schätzungen zu den Krankheitsfällen schwanken sehr stark zwischen 40.000 und 120.000 pro Jahr.

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