Irischer Spielwarenhändler übernimmt Toys-R-Us-Läden

Köln. Der Schriftzug Toys R Us wird verschwinden, die fast 100 Spielzeugläden des einstigen US-Giganten im deutschsprachigen Raum sollen aber unter der Regie eines neuen Besitzers bestehen bleiben. Die Geschäfte einschließlich der jeweiligen Online-Shops werden vom irischen Branchenriesen Smyths Toys übernommen, wie Toys'R'Us in Zentraleuropa am Samstag mitteilte.

Der irische Spielwarenhändler Smyths Toys hat einen Vertrag zur Übernahme von Toys " R " Us in Deutschland, Österreich und der Schweiz (DACH-Region) unterzeichnet und wird somit - aller Voraussicht nach - der größte Händler für Spielwaren und Babyartikel in Europa.

Vorbehaltlich der endgültigen Genehmigung durch das zuständige Gericht in den USA, aller zuständigen Behörden und vertraglicher Regelungen werde Smyths alle Unternehmenseinheiten der Marke Toys " R " Us in der DACH-Region sowie alle Mitarbeiter und das Management in diesen drei Ländern, einschließlich der Hauptverwaltung in Köln, übernehmen, heißt es. Zum Kaufpreis liegen keine Angaben vor.

In Österreich hat Toys'R'Us laut "FirmenCompass" 15 Filialen und rund 350 Mitarbeiter.

Der US-Konzern Toys 'R' Us musste der zunehmenden Online-Konkurrenz Tribut zollen und war im vergangenen Herbst mit Milliardenschulden in die Pleite gerutscht. Toys " R " Us in der DACH-Region ist profitabel, hat ein starkes Führungsteam und viele treue Kunden. Wir sind fest davon überzeugt, dass sich der 'multi-channel' Spielwarenhandel weiterhin positiv entwickeln wird und dass wir unsere Marke in Kontinentaleuropa erfolgreich einführen und ausbauen können. Nun werden alle US-Filialen geschlossen oder verkauft, das 1948 gegründete Unternehmen mit zuletzt weltweit über 1000 Filialen und rund 64'000 Mitarbeitern verschwindet nach 70 Jahren vom Markt. "Dies ist ein guter Ausgangspunkt für unsere Expansion", sagte Tony Smyth, einer der vier Brüder, die das Unternehmen leiten. Länger wurde erfolglos ein Investor gesucht. Die Wettbewerbsbehörden und ein amerikanisches Insolvenzgericht müssen noch zustimmen. Käufer wandern in Scharen ins Netz ab, vor allem zum Online-Riesen Amazon.

Ausgabe: