Israel kündigt Militäreinsätze in Syrien an

Mit der Protestaktion wollten die Palästinenser ihren Anspruch auf ein "Recht auf Rückkehr" für palästinensische Flüchtlinge und deren Nachkommen in das Gebiet des heutigen Israels untermauern. Israel befürchtet einen zunehmenden Einfluss seines Erzfeindes Iran in Syrien.

Bildungsminister Naftali Bennett erklärte, Israel gestehe sich "vollständige Handlungsfreiheit" zu. Der Minister für innere Sicherheit, Gilad Erdan, sagte im Armeeradio, wenn sich der Iran in Syrien militärisch festsetze, bedeute dies eine "Bedrohung für Israels Sicherheit".

Nach Bennetts Worten darf Israels Nordgrenze nicht zum "Spielfeld" für den syrischen Staatschef Baschar al-Assad werden. "Wir werden dem Iran nicht erlauben, sich in Syrien festzusetzen", fügte er hinzu.

Israel und Syrien befinden sich seit Jahrzehnten formell im Kriegszustand. Die dortige mit dem Iran verbündete schiitische Hisbollah-Miliz steht im Syrien-Konflikt auf der Seite Assads. Nach Angaben von vor Ort arbeitenden Ärzten hatte es mindestens 15 Tote und über 1500 Verletzte gegeben. Der Angriff erfolgte zwei Tage nach einem mutmaßlichen Giftgasangriff in der Stadt Douma in der einstigen Rebellenenklave Ost-Ghouta bei Damaskus. Zugleich griff die Armee immer wieder Ziele in Syrien an, auch um Waffenlieferungen an die Hisbollah-Miliz zu verhindern.

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