IWF warnt vor Protektionismus: Die 8 wichtigsten Botschaften des Weltwirtschaftsberichts

Die längerfristigen Wachstumsaussichten der Industrieländer seien zudem "ernüchternd".

Neben der aktuellen Debatte um die Abkehr von einem freien Handelssystem sei besonders die historisch hohe Schuldenlast, gerade in den USA und China bedenklich.

Für das österreichische Wirtschaftswachstum im laufenden Jahr 2018 hat der IWF gegenüber der Herbst-Schätzung kräftig erhöht: Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) werde heuer voraussichtlich um 2,6 Prozent real wachsen, geht aus dem neuen World Economic Outlook des IWF von Dienstag hervor.

Für die USA erwartet der IWF in diesem Jahr einen Anstieg des Bruttoinlandsprodukts (BIP) um 2,9 Prozent, im nächsten Jahr von 2,7 Prozent. Voriges Jahr (2017) hatte das BIP-Plus in Österreich 2,9 Prozent betragen, auch nach heimischer Rechnung. Mittelfristig erwartet der Fonds allerdings, dass sich das Wachstum in den Vereinigten Staaten wieder abschwächt, auf ein Niveau von etwa 2,3 Prozent. Für 2019 ist der IWF mit seinen 1,9 Prozent gleichauf mit dem IHS, während das Wifo von etwas kräftigeren 2,2 Prozent ausgeht. In Spanien wird das Wachstum von 3,1 Prozent im Jahr 2017 auf 2,8 Prozent im Jahr 2018 und 2,2 Prozent im Jahr 2019 zurückgehen. Für 2018 sieht der IWF 2,4 Prozent BIP-Plus im Euroraum, für 2019 dann 2,0 Prozent - nach 2,3 Prozent im Jahr 2017.

Für die Eurozone liegt die Projektion für dieses Jahr 0,2 Punkte höher bei 2,4 Prozent. Die Erwartungen für die deutsche Wirtschaft in diesem Jahr wurden ebenfalls um 0,2 Punkte auf 2,5 Prozent angehoben. IWF-Chefökonom Maurice Obstfeld sprach von einer breit angelegten Wachstumsdynamik. Im Gegenteil: Der IWF rechnet für 2019 mit einem US-Handelsdefizit, das rund 150 Mrd. "Trotz der positiven kurzfristigen Nachrichten sind die längerfristigen Aussichten ernüchternder". "Viele Haushalte haben wenig oder gar nicht vom Wachstum profitiert", sagte Obstfeld. Beispielhaft warnte er vor der hohen privaten wie auch staatlichen Verschuldung, politischen Risiken und der Eskalation von Handelsstreitigkeiten.

"Die gegenwärtig guten Zeiten werden nicht lange anhalten", prognostizierte Obstfeld.

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