Kaum verändert - Dax vor dritter Gewinnwoche in Folge

Noch bis zum frühen Nachmittag war der deutsche Leitindex bis auf 12.523 Punkte geklettert und damit erstmals seit Ende Februar wieder über die Marke von 12.500 Punkten. Auch die Aktien der Lufthansa sind gefragt. Daher blieben die Anleger bis auf weiteres an der Seitenlinie. Der Technologieindex TecDax stieg um 0,15 Prozent auf 2567 Punkte.

Nach dem mutmaßlichen Giftgasangriff in Syrien hatte Donald Trump Russland vor einem unmittelbar bevorstehenden Raketenschlag gewarnt.

Die Androhung eines Militärschlags in Syrien durch die USA hat am Mittwoch auch die Kurse am deutschen Aktienmarkt gedrückt.

Der Auftrieb kam mal wieder aus den USA, wo die Börsen klar zulegten. "Es könnte sehr bald sein oder überhaupt nicht so bald".

Unterhalb der Auswahlindizes der Deutschen Börse sprangen im Prime Standard die Aktien von Bauer um mehr als 25 Prozent hoch. In New York stand der US-Leitindex Dow Jones Industrial zum europäischen Handelsschluss 1,2 Prozent höher.

Auf Unternehmensseite standen weiter die Anteile von Volkswagen im Fokus. Der Aufsichtsrat soll dem Vernehmen nach an diesem Tag einen grundlegenden Personal- und Konzernumbau beschliessen.

Die Lufthansa-Anteile eroberten mit plus 3,05 Prozent die Spitze im Leitbarometer. Der schwache US-Dollar und höhere Rohstoffkosten hatten im ersten Quartal dem Verpackungsspezialisten Gerresheimer zu schaffen gemacht.

Die VW-Aktie ging am Abend nach den Hinweisen auf größere Umbauten im VW-Konzernvorstand knapp 4,5 Prozent im Plus bei 171,58 Euro aus dem Handel. Zum Handelsende dämmten sie im SDax ihr Minus auf 8,47 Prozent ein. Nach zahlreichen Gewinnwarnungen enttäuschte der Maschinenbauer den Markt erneut. Zwar hielt das Management die Jahresziele noch aufrecht, doch Analysten zweifeln daran, ob der Konzern sie halten kann. Es fand am Morgen bei 31,56 Euro erst auf dem tiefsten Stand seit Okober 2015 Halt und büßte zuletzt 5,7 Prozent auf 32,67 Euro ein. Der Sportartikelhersteller veröffentlichte kurz zuvor Zahlen zum ersten Quartal und hob seine Spanne für das Jahresgewinnziel an.

Beim Zahlungsabwickler Wirecard dagegen läuft es rund, was den Anteilsscheinen allerdings nur kurzzeitig zu deutlichen Gewinnen verhalf. Die Volkswagen-Vorzugsaktien gewannen 0,39 Prozent. Wirecard ist optimistischer für den Gewinn im laufenden Jahr und überraschte auch positiv mit seinen Aussagen zu den mittelfristigen Zielen.

Im Blick stand auch wieder die Aktie von Steinhoff , die um 7,5 Prozent hochzog, nachdem sie allerdings tags zuvor bei 0,139 Euro ein Rekordtief erreicht hatte. Der in einen Bilanzskandal verwickelte Handelskonzern hat aus dem Verkauf von Aktien seiner südafrikanischen Tochter Star rund 254 Millionen Euro erlöst und damit seine Finanzlage entspannt.

Interesse dürfte am Markt zudem der angekündigte Börsengang des zur Holtzbrinck-Gruppe gehörenden Wissenschaftsverlags Springer Nature wecken.

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