Korruption: 24 Jahre Haft für südkoreanische Ex-Präsidentin Park

Sie soll Unternehmen gezwungen haben, an ihre Stiftungen zu spenden. Außerdem habe sich Park des Machtmissbrauchs und der Nötigung schuldig gemacht, sagte der Vorsitzende Richter beim Bezirksgericht bei der im Fernsehen übertragenen Sitzung zur Verkündung des Urteils.

Seoul. Ein Gericht in Seoul hat die frühere südkoreanische Präsidentin Park Geun Hye wegen Korruption, Machtmissbrauchs und anderer Vergehen zu 24 Jahren Haft verurteilt. Die Anklage hatte 30 Jahre Haft für die 66-Jährige sowie eine Geldstrafe in Höhe von 118,5 Milliarden Won gefordert.

Die Korruptionsanschuldigungen hatten Park ihr Amt gekostet. Einer der Staatsanwälte sagte damals: "Park hat eine nationale Krise heraufbeschworen, indem sie zugelassen hat, dass eine Person, die sich nie mit Staatsdingen befasst hat, das Land regiert".

Park war im März 2017 von ihren Amtspflichten enthoben worden. Seitdem sitzt Park in Untersuchungshaft. Zudem bestehe die Gefahr, dass Park Beweise vernichten werde.

Die Taten soll Park mit ihrer Vertrauten Choi Soon Sil begangen haben. Choi war im Februar zu 20 Jahren Gefängnis verurteilt worden. Park hat Unternehmen zur Zahlung von Bestechungsgeldern in Millionenhöhe gezwungen, heißt es in der Begründung.

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