Macron erwägt Militärschlag in Syrien

Die syrischen Behörden wiesen die Vorwürfe entschieden zurück.

Es darf keine weiteren Giftgas-Attacken in Syrien geben, da sind sich Macron, Trump und May einig. Auch sein Verteidigungsminister James Mattis sagte geplante Termine für das Wochenende ab. Das syrische und russische Militär würden für ihren Schutz sorgen. "Wir werden unsere Entscheidung in den kommenden Tagen mitteilen". Der US-Lenkwaffenzerstörer USS Donald Cook kam nach Angaben der Nachrichtenagentur AFP in einem Gebiet an, von dem aus er Syrien erreichen könnte. Laut Präsident Emmanuel Macron sind Angriffe auf "chemische Kapazitäten" möglich. Frankreich wolle "keine Eskalation".

Nach dem mutmaßlichen Einsatz von chemischen Kampfstoffen in Syrien wird eine internationale Militäraktion wahrscheinlicher.

Zuvor hatten sich das mit dem syrischen Regime verbündete Russland und die USA im UNO-Sicherheitsrat mit gegenseitigen Drohungen überzogen.

Die syrische Armee und ihre Verbündeten im Land wurden in volle Alarmbereitschaft versetzt. Die Angaben lassen sich nicht unabhängig prüfen.

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Trump und Macron berieten in einem Telefonat erneut über eine Reaktion, wie der Elysée-Palast am späten Montagabend mitteilte. "Ich verfluche jene, die die Massaker in Ostghuta und Duma verübt haben".

Vergangene Woche waren in den Medien Berichte über einen Giftgasangriff in der syrischen Stadt Duma kursiert. Mehr als 500 Personen seien in Krankenhäusern behandelt worden. Diese Information sei missverständlich gewesen und gelöscht worden, teilte der Leiter der Weißhelme, Raed Salah, mit.

In den USA entbrannte daraufhin eine Debatte über die rechtlichen Grundlagen für ein mögliches militärisches Eingreifen. Russland erklärte hingegen, die Rebellen hätten den Angriff nur inszeniert. Der berichtete Angriff sei "absolut verwerflich". Der UN-Sicherheitsrat will sich im Laufe des Tages damit befassen.

Zeitgleich drängen die USA auch auf eine neue UN-Resolution. Es wird damit gerechnet, dass Russland sein Veto gegen den Resolutionsentwurf einlegen wird, weil darin von einem Chemiewaffenangriff ausgegangen wird. Neun Mitglieder des Sicherheitsrats stimmten gegen den Entwurf.

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