Mainz und Freiburg im Endspiel um Platz 15?

Sollten die Mainzer dieses Abstiegskampfduell aber gewinnen, würden gleich drei Teams mit 30 Punkten den Relegations-Teilnehmer unter sich ausmachen (Mainz, Freiburg, Wolfsburg).

Im Abstiegskrimi zwischen Mainz und Freiburg ist eigentlich Halbzeit, doch der Video-Assistent aus Köln meldet sich bei Schiedsrichter Winkmann. Beiden Clubs ist es über Jahre durch eine kluge Personalpolitik, durch seriöses Wirtschaften und durch ihre Kontinuität gelungen, die finanziellen Vorteile deutlich größerer Vereine auszugleichen. Doch nach sechs Spielen ohne Sieg droht es nun auch für die so vorbildlich arbeitenden Freiburger wieder eng zu werden. Doch zuletzt blieb der Bundesligist wochenlang ohne Sieg – weil meist nur ein Profi torgefährlich ist und viele andere schwächeln. "Wir müssen uns mental so frisch kriegen, dass wir Montagabend in den Kampf gehen können", sagte Streich.

Das zeigt aber auch das Problem von Trainer Christian Streich: Durch seine Offensivstärken drängt derzeit keiner der Außenbahnakteure in die Startelf. Er kam selbst während der Erfolgsserie im Winter niemals auf die Idee, sich zufrieden zurücklegen zu wollen.

FSV Mainz (27 Punkte): Freiburg (H, heute), Augsburg (A), Leipzig (H), Dortmund (A), Bremen (H). Stattdessen sprach er von einer "sehr trügerischen Situation", in der sich der Sport-Club befinde. Deshalb wusste er stets, dass sein Team in der Saisonendphase wieder in den Abstiegsstrudel geraten könnte. "Aber das hat Substanz gekostet", sagte der Trainer.

Zudem leidet der Kader die ganze Saison über unter Verletzungspech. Einsätze der angeschlagenen Nicolas Höfler und Robin Koch sind fraglich. So spielen sich die Südbadener zu wenige Torchancen heraus und haben außerdem nicht genügend Profis, die sie in Tore ummünzen. "Wir zahlen etwas den Preis für die Wochen, in denen wir gepunktet haben". "Uns war schon die ganze Saison bewusst, dass wir im Abstiegskampf sind", sagte Routinier Julian Schuster.

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