Mainzer stimmen über Bibelturm ab

Rund 160.000 stimmberechtigte Mainzer dürfen sagen, ob auf ihrem Liebfrauenplatz ein Museums-Anbau gebaut wird oder nicht.

In Mainz geht am Sonntag ein monatelanger Streit mit einem Bürgerentscheid zu Ende. Nach dem vorläufigen amtlichen Endergebnis stimmten nur 14.555 Bürger für den Neubau, aber 49.663 Mainzer dagegen.

Nach Schließung der Abstimmungslokale für den Bürgerentscheid zur Erweiterung des Gutenberg-Museums hat am Sonntagabend die Auszählung der Stimmen begonnen. Der geplante sogenannte Bibelturm soll rund 20 Meter hoch werden. Er rief dazu auf, "dass wir uns alle gemeinsam mit gleicher und noch größerer Kraft für eine gute Zukunft des Gutenbergmuseums einsetzen". Die Befürworter hoffen auf ein neues Wahrzeichen für die Stadt, das auch Sponsoren für die Modernisierung des gesamten Museums anziehen könnte. Allein der Bau des Bibelturms kostet rund fünf Millionen Euro, hinzu kommen Kosten für zusätzliche Erweiterungsbauten des Weltmuseums der Druckkunst.

Dann aber hatte eine Bürgerinitiative im vergangenen Jahr mehr als 13.000 Unterschriften gegen den "Bibelturm" vorgelegt - und damit eine Bürgerbeteiligung bei der Entscheidung über das umstrittene Projekt in Gang gebracht. Am ersten Bürgerentscheid in der Geschichte der Landeshauptstadt wirkten etwa 550 Helfer mit.

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