Massive Streiks an Flughäfen - Gesamter öffentlicher Dienst betroffen

Falls ihr betroffen seid, informiert ihr euch am besten noch einmal bei der jeweiligen Fluggesellschaft. Nicht arbeiten werden Abfertigungspersonal und Flughafenfeuerwehrleute in Bremen, den Drehkreuzen Frankfurt und München, sowie in Köln. Auf innerdeutschen Strecken können Lufthansa-Fluggäste die Deutsche Bahn nutzen, unabhängig davon, ob ihr Flug gestrichen wurde.

Verspätet sich der Flug wegen des Streiks, stehen Betroffenen bestimmte Leistungen zu.

"Bei dem Wetter empfehlen wir den Umstieg aufs Fahrrad oder Fahrgemeinschaften", sagt Stadtwerke-Sprecher Dirk Höstermann: "Ansonsten werden uns aller Voraussicht nach die gleichen Einschränkungen treffen wie vor drei Wochen". "Das ist auch das, wodurch wir die extremsten Einschränkungen erwarten".

Verdi-Streik am Dienstag. Die Lufthansa hat bereits hunderte Flüge gestrichen - wie auch an den ebenfalls betroffenen Flughäfen in München, Köln und Bremen. Auch die Beschäftigten bei der Telekom sind zu Arbeitsniederlegungen aufgerufen.

Ver.di bestreikt an den Flughäfen vor allem die Bodenverkehrsdienste.

Der Tarifkonflikt im öffentlichen Dienst hat auch den Berliner Flughafen Tegel erreicht.

Verdi will sechs Prozent mehr Gehalt.

Auch die Beschäftigten des öffentlichen Dienst im Allgäu beteiligen sich an den Warnstreiks. Betroffen sein sollen unter anderem Kitas, der Nahverkehr und die Müllabfuhr.

Der Vorsitzende der Gewerkschaft Verdi, Frank Bsirske, verteidigte nochmals die Ausstände. An diesem Sonntag beginnt in Potsdam die dritte Verhandlungsrunde. Weitere zentrale Streikkundgebungen und Demonstrationen wird es am 12. April in Koblenz und Kaiserslautern geben.

Der kommunale Arbeitgeberverband VKA warf den Gewerkschaften vor, weniger die Arbeitgeberseite als die Bevölkerung unter Druck zu setzen. Mit dem Arbeitskampf werde die Volkswirtschaft massiv geschädigt, kritisierte der Arbeitgeberverband BDA.

Verdi fordert für die rund zwei Millionen Beschäftigten bei Bund und Kommunen eine Anhebung der Entgelte um sechs Prozent, mindestens aber um 200 Euro monatlich, eine Erhöhung der monatlichen Auszubildendenvergütungen um 100 Euro sowie die unbefristete Übernahme der Auszubildenden. Nicht vom Streik betroffen ist die Abfuhr von Papier- und Wertstofftonnen.

Baden-Württemberg: Warnstreiks soll es am Dienstag in allen Bereichen des öffentlichen Dienstes in Mittelbaden-Nordschwarzwald, Südbaden und Schwarzwald-Bodensee geben.

Hessen: Bis Freitag sind jeweils eintägige Warnstreiks in unterschiedlichen Region geplant.

Die Gewerkschaftsmitglieder im öffentlichen Dienst sind sauer. Nicht bestreikt werden sollen die städtischen Kitas in Allrath, Barrenstein, Hülchrath, Kapellen, Neuenhausen sowie in der Südstadt.

Betroffen ist im Grunde die ganze Bandbreite des öffentlichen Dienstes: Nahverkehr, Kitas, Müllabfuhr, Sparkassen, Stadtverwaltungen, Krankenhäuser, Flughäfen, auch der Schiffsverkehr. Die Feuerwehr hatte zuvor von 8 Uhr bis 11 Uhr die Arbeit niedergelegt und so für einen Komplettausfall gesorgt.

Auch das Sportbad an der Jahnstraße (mit Sauna) und das Hallenbad Südwest sind wegen des Warnstreiks morgen ganztägig geschlossen.

Wer auf Busse oder Bahnen angewiesen ist, sollte daher frühzeitig nachschauen, ob sie auch fahren - etwa im Internet. Den ganzen Dienstag über sei mit erhöhten Wartezeiten an den übrigen Kontrollstellen zu rechnen, hieß es beim Flughafenbetreiber Fraport.

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