Mindestens 20 Tote bei versuchtem Gefängnisausbruch

Bei einem Ausbruchversuch aus einem Gefängnis im Norden Brasiliens sind bei Zusammenstößen mit der Polizei mindestens 20 Menschen ums Leben gekommen.

Im Norden Brasiliens stürmen Angreifer ein Gefängnis um Häftlinge zu befreien.

Bei Explosion und Schusswechsel seien schließlich ein Polizist, fünf Gefängnisinsassen sowie 15 Komplizen getötet worden. Die Behörden berichtigten vorausgegangene Angaben, nach denen es 23 Tote gegeben habe.

Fünf Gefängniswärter wurden verletzt. Sie seien von der bewaffneten Gruppe außerhalb des Gefängnisses unterstützt worden, die Sprengsätze eingesetzt habe, berichten die Sicherheitsbehörden des Bundesstaates Pará. Ersten Erkenntnissen zufolge verfügten auch die Gefangenen in der Haftanstalt über Waffen. Noch ist unklar, wie vielen Häftlingen die Flucht gelungen ist. Im November 2017 waren 14 Häftlinge aus der Anstalt Santa Izabel geflüchtet. Ein Bericht der Gefängnisaufsicht hatte im Februar vor der Gefahr eines Fluchtveruchs mit Unterstützung von Außen gewarnt. Den jüngsten offiziellen Statistiken aus dem Jahr 2016 zufolge gab es zu diesem Zeitpunkt knapp 727.000 Häftlinge in den brasilianischen Gefängnissen.

Die Machtkämpfe zwischen rivalisierenden Drogenbanden werden häufig von der Straße ins Gefängnis verlagert.

Auch die Polizei steht immer wieder unter Beschuss. Ein weiterer Fluchtversuch im Jänner war gescheitert.

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