Post schafft Vorstandsressort für Streetscooter und Co

Die Post macht den "Streetscooter" zur Chefsache: Gestützt auf die Erfolge im Fahrzeugbau richtet der Dax-Konzern auf Vorstandsebene ein neues Ressort für "Mobilitätslösungen" ein. Die Post hatte das 2010 gegründete Startup Ende 2014 übernommen. Ähnlich wie beim Streetscooter-Projekt sollen Post-Mitarbeiter hier neue Ideen entwickeln und visionäre Ansätze nach der Art einer Startup-Schmiede zur Geschäftsreife bringen.

Jürgen Gerdes (53), bisher Vorstand Post - eCommerce - Parcel bei Deutsche Post DHL, übernimmt mit sofortiger Wirkung die Leitung des neuen Vorstandsressorts Corporate Incubations.

Mit der Einrichtung des neuen Bereichs will die Post die Voraussetzungen für die Beschleunigung der Erfolgsgeschichte des Elektro-Zustellfahrzeugs StreetScooter und der seit dem Projektbeginn 2011 entstandenen Produktfamilie, die auch E-Bikes und E-Trikes einschließt, schaffen, teilte der Logistikkonzern mit. Hierzu werden auch bereits bestehende neue Geschäftsmodelle und technologische Innovationen des Konzerns in den neuen Bereich übertragen. Im Vorstandsbereich Corporate Incubations soll die technologische Entwicklung und weltweite Vermarktung der Street-Scooter-Familie aus dem Konzern heraus und in Zusammenarbeit mit Koopertionspartnern dynamisch vorangetrieben werden.

Ideen, wie die Post Konzepte aus dem weiten Feld der Digitalisierung nutzen könnte, gibt es genügend.

Damit erweist sich einer der größten deutschen Konzerne als lernfähig: Erfahrungen im Fahrzeugbau konnte die Post vor Beginn des Steetscooter-Projekts eigentlich nur im Zweiradbereich vorweisen.

Das neue Vorstandsressort für Deutsche Post DHL Group soll insgesamt die Rolle eines Inkubators für Mobilitätslösungen, digitale Plattformen und Automatisierung übernehmen. In den nächsten Wochen will der Logistiker das neue Ressort vollends aufbauen. Wer anschließend Gerdes' früheren Job übernimmt, ist noch unklar.

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