Razzia gegen Rechtsterrorvereinigung: Polizei durchsucht Wohnungen

Razzia gegen Rechts: Die Polizei durchsuchte am Dienstag Wohnen in mehreren Bundesländern.

Die Bundesanwaltschaft ermittelt gegen vier Tatverdächtige, die wohl eine rechtsterroristische Vereinigung gründen wollten.

Im Januar hatte die Bundesanwaltschaft das Verfahren gegen die Verdächtigen übernommen und Ermittlungen unter anderem wegen des Verdachts der Gründung einer terroristischen Vereinigung (§ 129a StGB) eingeleitet. Ziel der Vereinigung soll es gewesen sein, "den Nationalsozialismus in Deutschland zum Wiedererstarken zu verhelfen", wie die Karlsruher Behörde mitteilte. Unter Verdacht stehen vier Beschuldigte in Niedersachsen, Bremen und Schleswig-Holstein, teilte die Bundesanwaltschaft am Dienstag in Karlsruhe mit. In Thüringen wurde die Wohnung einer nichtverdächtigen Person durchsucht. Dazu habe die Gruppe auch Anschläge auf politische Gegner in Erwägung gezogen, jedoch noch nicht näher geplant. Sie sollen sich spätestens Anfang 2017, unter dem Namen "Nordadler" zu einer rechtsterroristischen Vereinigung zusammengeschlossen haben. Festnahmen gab es keine.

Die Landeskriminalämter in den erwähnten Bundesländern haben ihre jeweiligen Spezialeinsatzkommandos (SEK) hinzugezogen.

Als Vorbereitung für Anschläge sollen sich die Verdächtigen zudem bemüht haben, Waffen, Munition sowie Materialien zum Bau von Brand- und Sprengvorrichtungen zu beschaffen.

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