Rocket Internet verringert Verlust

Berlin - Die Berliner Start-up-Fabrik Rocket Internet behält für ausgewählte Beteiligungen nach gesunkenen Verlusten 2017 die Gewinnzone im Blick. "Wir haben unser Versprechen gehalten, Wert für unsere Investoren zu schaffen und zu kristallisieren und die Profitabilität der ausgewählten Unternehmen weiter zu verbessern", sagt Raketenmann Oliver Samwer. "Die meisten Firmen sind stark genug, dass sie ihre eigenen Ziele formulieren", sagte er. "2017 war ein erfolgreiches Jahr". Pläne für konkrete Investments nannte Rocket-Internet-Chef Samwer nicht.

Der Kochboxen-Versender HelloFresh und der Essenslieferdienst Delivery Hero kündigten in den vergangenen Wochen an, in diesem Jahr schwarze Zahlen im laufenden Geschäft erreichen zu wollen. Die spannenden Fakten zur Holding: "Ende März 2018 betrugen Rocket Internets verfügbare liquide Mittel 2,7 Milliarden Euro und die ausgewählten Unternehmen und Regionalen Internet Gruppen verfügten zusätzlich über 0,5 Milliarden Euro". Beide Unternehmen wuchsen im vergangenen Jahr um jeweils mehr als die Hälfte. "Wir sehen uns weiter nach Gelegenheiten um". Der Umsatz von Hellofresh, dem Möbelversand Home24, der Global Fashion Group, Westwing und der größten afrikanischen Online-Plattform Jumia kletterte insgesamt um 28 Prozent auf 2,64 Milliarden Euro. Sie machten im laufenden Geschäft einen Verlust von 315 Millionen Euro, 44 Millionen Euro weniger als 2016 (Ergebnis vor Zinsen, Steuern, Wertminderungen und Abschreibungen, EBITDA).

Der Aktienkurs der Rocket Internet SE gab heute zunächst nach.

Die großen Beteiligungen von Rocket Internet sind im vergangenen Jahr deutlich gewachsen. Den Verlust bezifferte der Konzern auf 6 Millionen Euro nach 741,5 Millionen Euro im Vorjahr.

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