Rudy Giuliani kommt an Bord von Trumps Anwaltsteam

Er war schon immer ein glühende Anhänger von Donald Trump.

Giuliani sagte in einem Interview mit der Washington Post, er schließe sich dem Anwaltsteam an, weil er hoffe, "zum Wohle des Landes" ein Ende der Russland-Untersuchungen erreichen zu können. Trump zeigte sich erfreut über den Schritt.

Der 73-Jährige Ex-Staatsanwalt war früher im Südlichen Distrikt von New York im Amt - also genau dort, wo nun im Fall von Trumps persönlichem Anwalt Michael Cohen ermittelt wird, der dem Pornostar Story Daniels ein Schweigegeld gezahlt haben soll, damit sie nicht über ihre Affäre mit Trump öffentlich auspackt.

Er habe außerdem größten Respekt für den Präsidenten und für FBI-Sonderermittler Robert Mueller, sagte Giuliani. Mueller untersucht, ob es im Wahlkampf Verbindungen zwischen Trumps Lager und Russland gab und ob die Justiz behindert wurde. Das sagte Trump im Kurznachrichtendienst Twitter. "Er ist schon lange mein Freund und er will diese Angelegenheit zum Wohl unseres Landes schnell klären", fügte Trump mit Blick auf die Russland-Ermittlungen hinzu.

Rudy Giuliani, der ehemalige Bürgermeister von New York, schließt sich dem Anwaltsteam an, das den US-Präsidenten in den Ermittlungen zur Russlandaffäre vertritt.

Giuliani wurde nach Trumps überraschendem Sieg für einen Ministerposten gehandelt, sollte sogar das Außenministerium übernehmen.

Nach Dowds Rücktritt im März war in Medienberichten von Differenzen in Trumps Anwaltsteam die Rede gewesen. Sekulow nahm neben Giuliani noch zwei weitere Anwälte in das Team auf: Jane Serene Raskin und Marty Raskin sind auf Wirtschaftsstrafsachen spezialisiert.

Weltweit bekannt wurde der Mann mit dem kantigen Kinn aus seinen knapp sieben Jahren als Bürgermeister von New York City (1994 bis Ende 2001).

Doch das Heldenbild überdeckte, dass Giuliani zuvor ein überaus umstrittenes Stadtoberhaupt gewesen war. Dabei setzte er allerdings auf rabiate Polizeimethoden, von denen vor allem Afroamerikaner und Latinos betroffen waren.

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