Rund 1000 Teilnehmer Demo für Rettung der katholischen Schulen

Unter dem Motto "Aufbruch statt Abbruch - Rettet 21" haben am Sonnabend mehrere Hundert Hamburger für den Erhalt der 21 katholischen Schulen in der Hansestadt demonstriert.

Die Initiative "Rettet 21" und die Gesamtelternvertretung riefen zu einem Protestmasch und Kundgebungen im Stadtteil St. Dort ist eine Abschlusskundgebung geplant. Das Erzbistum habe das Verfahren zur Schulschließung weiter vorangetrieben, sagte Henrik Lesaar, Sprecher der Gesamtelternvertretung und der erste Redner, zu NDR 90,3. Viele fürchten, dass das Erzbistum Fakten schaffen will. Er forderte die Einrichtung eines runden Tisches, um "ohne Zeitdruck und mit allen Beteiligten wohl überlegte und gemeinsam durchdachte Lösungen" zu finden.

Mehrere Hundert Hamburgerinnen und Hamburger demonstrieren in der Innenstadt.

Ein weiterer Redner war der ehemalige Hamburger Staatsrat Nikolas Hill.

Gegen die geplante Schließung katholischer Schulen haben am Samstag nach Polizeiangaben über 1.000 Menschen in Hamburg demonstriert. Die private Initiative will mit Hilfe von 10.000 Unterstützern rund 10 Millionen Euro Grundkapital sammeln, um die katholischen Schulen weiterzuführen.

Das Erzbistum Hamburg hatte am 19.Januar bekannt gegeben, bis zu acht von insgesamt 21 katholischen Schulen in Hamburg zu schließen. Weil es auch die Immobilien in seinen Kirchengemeinden auf den Prüfstand gestellt hat, waren ausdrücklich alle Mitglieder der katholischen Gemeinden in Hamburg zu der Demonstration eingeladen, hieß es von den Veranstaltern. Mehrere Initiativen setzen sich seitdem für den Erhalt ein.

Mit Vertretern der "Hamburger Schulgenossenschaft" führt das Erzbistum seit einigen Wochen offizielle Gespräche. "Wir wollen ein starkes Signal senden für unser Erzbistum und für starke, zukunftsfähige katholische Schulen in Hamburg".

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