Russland sieht Vorfall im syrischen Duma als Inszenierung Großbritanniens

Nach den westlichen Raketenangriffen in Syrien kommt der UN-Sicherheitsrat noch am Samstag zu einer Dringlichkeitssitzung zusammen. In dem Entwurf wurde der Angriff der drei Westmächte verurteilt. Bei einer Dringlichkeitssitzung des wichtigsten UN-Gremiums stimmten nur drei von 15 Mitgliedsstaaten für einen entsprechenden russischen Resolutionsentwurf. In dem nicht angenommenen Text werden die Raketenangriffe als "Aggression" und als "Verletzung des internationalen Rechts und der UN-Charta" bezeichnet. Wie aus Diplomatenkreisen in New York verlautete, wurde die öffentliche Sitzung auf Antrag Russlands einberufen. Acht Länder, darunter die USA, das Vereinigte Königreich und Frankreich, die Raketenangriffe gegen Syrien durchgeführt haben, stimmten mit Nein, vier weitere Länder enthielten sich der Stimme. Russlands UN-Botschafter Wassili Nebensja nannte den Angriff eine aggressive Aktion Amerikas und seiner Alliierten. Die USA machten eine bereits katastrophale humanitäre Situation in Syrien noch schlimmer, sagte Tschurkin.

Nach dem Militärangriff der USA, Frankreichs und Großbritanniens in Syrien hat Russland die USA im Sicherheitsrat scharf angegriffen. Unverhohlen ignorierten die USA und ihre Verbündeten internationales Recht, sagte Tschurkin.

Russland agiert in Syrien als Schutzmacht Syriens. Es müsse alles vermieden werden, was die Situation in Syrien weiter eskalieren lasse. Nach Angaben aus Washington und Paris richteten sich die Angriffe gegen Einrichtungen zur Produktion von Chemiewaffen. Russland, ein Verbündeter des syrischen Machthabers Baschar al-Assad, und Damaskus weisen die Vorwürfe zurück.

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