Sanktionen gegen Rusal können zu technischen Ausfällen führen

Vorstandschef Ivan Glasenberg sei zudem mit sofortiger Wirkung aus dem Rusal-Verwaltungsrat ausgeschieden, teilte Glencore am Dienstag am Sitz in Baar mit.

Der Kursrutsch beim Aluminiumhersteller Rusal nach der Verhängung neuer US-Sanktionen gegen Russland hat sich zu Wochenbeginn verschärft. Rusal hatte daraufhin am Vortag mitgeteilt, dass sich die Sanktionen negativ auf das Geschäft auswirken und dazu führen könnten, dass die Firmengruppe bestimmten Zahlungsverpflichtungen nicht mehr nachkommen könne. Unter ihnen waren der Leiter der "Gazprom" Alexej Miller, der Leiter der VTB Andrej Kostin, der Besitzer des "Renova" Viktor Vekselberg, der Generaldirektor der "Surgutneftegas" Vladimir Bogdanov, Vorstandsmitglied von "Sibur" Kirill Shamalov, Geschäftsleute Igor Rotenberg, Oleg Deripaska und Suleiman Kerimov. Glencore hält daher 8,75 Prozent an Rusal. Glencore hatte damals zugesagt, seine Rusal-Aktien in Papiere der Holding zu tauschen.

Zudem kündigte Glencore an, seine übrigen Verträge mit Rusal überprüfen zu wollen. Darunter ist eine Vereinbarung, die Glencore zum größten Käufer von Rusals Aluminium machen würde. Nichtsdestotrotz erklärte Glencore, die Verträge seien für das Unternehmen finanziell unerheblich. Der Aktientausch wurde im November 2017 vereinbart. Sie richten sich gegen sieben Oligarchen und zwölf ihrer Firmen, deren Vermögen in den USA eingefroren werden. Die Aktien des russischen Branchenriesen fielen am Montag in der Spitze um knapp 47 Prozent auf ein Rekordtief von 15,04 Rubel. Schmolz+Bickenbach und Oerlikon sind von den US-Sanktionen nicht betroffen.

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