So reagiert Russland auf Trump-Drohung

Washington. Im Syrienkrieg droht eine direkte militärische Konfrontation zwischen den Großmächten USA und Russland. "Mach' Dich bereit, Russland, denn sie werden kommen (.)", hatte Trump am Mittwoch auf Twitter geschrieben.

Zuvor hatte Trump den möglichen Giftgasangriff als "abscheuliche Tat" verurteilt und eine "harte Antwort" angekündigt.

Gleichzeitig aber ließ Theresa May Fragen danach unbeantwortet, ob es weitere Luftschläge der US-geführten Allianz geben wird, sollte sich Assad nicht abschrecken lassen. Der die Drohung enthaltene Tweet Trumps spiegele eine gefährlich leichtsinnige Herangehensweise an eine kritische Situation wider, sagte Kossatschow.

Die Regierung von Bashar al-Assad hatte bei einer ersten Sitzung des Sicherheitsrats am Montag alle Vorwürfe zurückgewiesen und dem Westen vorgeworfen, die Angriffe selbst inszeniert zu haben, um einen Vorwand für eine Intervention zu schaffen.

Der russische Botschafter im Libanon hatte den USA mit Vergeltungsschlägen gedroht, sollten sie Syrien mit Raketen angreifen.

"Wenn es einen amerikanischen Angriff gibt, dann werden wir die Raketen abschießen und die Positionen anvisieren, von denen aus sie gestartet wurden", sagte Alexander Zasypkin, der russische Gesandte in Beirut, am heutigen Mittwoch.
Es könnte in der Region Angriffe mit Boden-Luft-Raketen oder Marschflugkörpern geben.

Bei dem gemeldeten Giftgaseinsatz am Samstag sollen nach neuen, korrigierten Angaben der Weißhelme mindestens 40 Menschen getötet worden sein. Rund 500 Patienten in Behandlungseinrichtungen dort hätten Zeichen schwerer Entzündungen der Schleimhäute, von Atemversagen und Störungen des zentralen Nervensystems gezeigt, teilte die WHO am Mittwoch mit.

Sheng Yuhong von Radio China International kommentierte hierzu, dass der US-Präsident angesichts des Drucks der internationalen Gemeinschaft mit diesem Kommentar dazu beitragen wolle, die Wogen zu glätten. Frankreich tausche sich mit Partnern aus, vor allem mit den USA und mit Großbritannien. Die Entscheidung über einen Angriff in Syrien werde "in den nächsten Tagen" bekannt gegeben.

Auch Frankreichs Präsident Emmanuel Macron kündigte am Donnerstag erneut eine Reaktion Frankreichs an, ohne sich auf einen Zeitraum festzulegen.

Die europäische Flugsicherung mahnt Fluggesellschaften wegen möglicher Luftangriffe in Syrien zu Vorsicht im östlichen Mittelmeer.

Russland, das Assad militärisch unterstützt, warnte vor einer ernsten Eskalation des Konflikts.

Es gehe dabei nicht um den Sturz des syrischen Präsidenten, sondern um das Verhindern weiterer Chemiewaffen-Einsätze.

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