So will Salzburg das Duell mit Lazio drehen

"Wir haben das Spiel in Rom sehr, sehr gut analysiert", meinte der kosovarische Teamspieler, dessen Mannschaft heute zumindest zwei Treffer braucht.

Salzburg. Nach zwei Pflichtspielniederlagen in Folge stehen Salzburg-Coach Marco Rose und sein bisher so erfolgreiches Team vor einer völlig neuen Situation. In der 75. Minute erzielte Arsenal-Stürmer Danny Welbeck nach einem sehenswertem Zuspiel von Mohamed Elneny das wichtige 1:2, das dem Team von Manager Arsène Wenger zum Weiterkommen reichte. Möglicherweise aber auch mehr. Einmal mehr wird der Umschaltkick der Gäste die Salzburger vor große Herausforderungen stellen. Dafür darf der heimische Serienmeister - wie schon eine Runde davor gegen Borussia Dortmund - auf den zwölften Mann bauen. "Wir werden vor vollem Haus Vollgas geben", versprach Berisha.

Rose ergänzte, dass er am Donnerstag "nicht in Ergebniskategorien denken" werde: "Wir wollen ein spezielles Spiel abliefern mit einer absoluten Topleistung". "Wir haben nichts zu verlieren". Und vielleicht ist auch das Fußballwunder, das der Stadtrivale von Lazio Rom am Dienstag im Champions-League-Viertelfinale gegen Barcelona vollbrachte, ein Ansporn - die AS Roma machte gegen Lionel Messi und Co. sogar einen Drei-Tore-Rückstand aus dem Hinspiel wett. "Wir werden morgen etwas probieren und uns etwas einfallen lassen, um mehr Räume zu bekommen, damit wir mehr Druck nach vorne ausüben können", meinte Rose. Die Position des gesperrten Schlüsselspielers Diadié Samassékou vor der Abwehr wird wahrscheinlich Xaver Schlager einnehmen. "Ich erwarte mir, dass wir mutig in das Spiel gehen, die Spieler von sich überzeugt sind und dass wir gut vorwärts verteidigen", sagte Rose. 2003 (jeweils UEFA-Cup) und 1999 (Cup der Cupsieger) erst das vierte Europacup-Halbfinale in der 118-jährigen Vereinsgeschichte. Salzburg avancierte damit zur ersten österreichischen Mannschaft im Halbfinale eines europäischen Wettbewerbes seit Rapid Wien vor 22 Jahren im damaligen Europapokal der Pokalsieger. Denn von jenen vier K. -o. -Duellen in der bisherigen Europacuphistorie, in denen die Auswärtshinspiele mit zwei Toren verloren wurden, konnte nur eines gewonnen werden: Im Dezember 1993 feierte man noch als Austria Salzburg nach einem 0:2 bei Sporting Lissabon im Rückspiel des UEFA-Cup-Achtelfinales einen 3:0-Erfolg nach Verlängerung.

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