Staatsmedien: Syrische Luftabwehr schießt Raketen über Homs ab

Die syrische Militärbasis Shayrat bei Homs wurde bereits bei Raketenangriffen durch das US-Militär 2017 bombardiert.

Die Deutsche Presse-Agentur berichtete am frühen Morgen unter Berufung auf syrische Militärkreise, ein falscher Alarm habe die syrische Flugabwehr in der Nacht in höchste Bereitschaft gesetzt und den Einsatz von zahlreichen Flugabwehrraketen und Flugabwehrgeschützen bewirkt.

Das syrische Staatsfernsehen wertete den Vorfall als "Aggression". Ihre Angaben sind von unabhängiger Seite kaum zu überprüfen. Angaben dazu, wer für die Raketenangriffe verantwortlich sein könnte, machte der Sender aber nicht.

Syrische Staatsmedien melden, dass israelische Kampfflugzeuge verschiedene Ziele im Land angegriffen haben sollen. Ein Sprecher der israelischen Armee sagte der Nachrichtenagentur AFP zu den Gerüchten, er habe keine Informationen "zu einem solchen Vorfall".

Die Sprecherin des US-Verteidigungsministeriums, Heather Babb, sagte, in der betroffenen Gegend in Syrien gebe es weder US-Einsätze noch Einsätze der US-geführten Koalition im Kampf gegen die Dschihadistenmiliz Islamischer Staat (IS). Nach Angaben aus Washington und Paris richteten sich die Angriffe gegen Einrichtungen zur Chemiewaffen-Produktion.

Der syrische Luftwaffenstützpunkt Al-Schairat war im vergangenen Jahr Ziel eines US-Raketenangriffs als Reaktion auf einen mutmaßlichen Chemiewaffenangriff auf den von Rebellen gehaltenen Ort Chan Scheichun.

Die Experten der Organisation für das Verbot Chemischer Waffen (OPCW) sollen am Mittwoch nach Duma reisen können. Das OPCW-Team war am Samstag in Damaskus eingetroffen. Das kündigte der russische Botschafter Alexander Schulgin am Montagabend in Den Haag an. Bis dahin sollten die Straßen nach Duma von Minen geräumt sein. Vor wenigen Tagen hatten die USA, Großbritannien und Frankreich Luftangriffe auf syrische Chemiewaffeneinrichtungen ausgeführt.

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