Syrien Russland wirft Großbritannien "direkte Beteiligung" an Giftgasangriff vor

"Es wurde keine endgültige Entscheidung getroffen", sagte seine Sprecherin Sarah Sanders am Donnerstag in Washington nach einem Treffen Trumps mit seinem Team für Nationale Sicherheit. Die Bundesregierung sieht deutliche Hinweise auf einen Chemiewaffeneinsatz der syrischen Regierung, die USA werten noch Geheimdienstberichte aus, jedoch erwartet der US-Verteidigungsminister James Mattis vom Expertenteam der OPCW keine Erkenntnis über die Urheberschaft der mutmaßlichen Giftgasattacke. In einer Mitteilung der Downing Street hieß es, Trump und May seien sich einig, dass der Einsatz von Chemiewaffen durch das syrische Militär "nicht unbeantwortet" bleiben könne und dass ein weiterer Einsatz von Chemiewaffen durch das Assad-Regime verhindert werden müsse. Ausgeschlossen werden könne dies allerdings nicht.

Am Mittwoch hatte Trump im Kurzmitteilungsdienst Twitter mit markigen Worten einen Raketenangriff der US-Streitkräfte in Syrien angekündigt. Für die USA erklärte das Weiße Haus am Donnerstag, eine Entscheidung sei noch nicht gefällt.

Kurz vor der Kapitulation der Dschaisch al-Islam gab es Berichte über einen Giftgas-Angriff in Duma.

Frankreich scheint Beweise zu haben, auch Premierministerin May sagte, dass die Regierung von Präsident Assad für diesen Giftgasangriff verantwortlich ist, Beweise legte sie nicht vor.

Bundeskanzlerin Angela Merkel erklärte, dass "dieser Einsatz von Chemiewaffen nicht akzeptabel ist", eine Beteiligung an einem möglichen militärischen Eingreifen in Syrien schloss sie aber aus. Syrien und Russland sprachen von einer Inszenierung, die den Vorwand für einen Militärschlag gegen Syrien liefern solle.

Sie zeigte sich überzeugt, dass Großbritannien nichts damit zu tun hat. Sie sei derzeit "viel zu wenig präsent", beklagte Kauder.

Der ehemalige US-Botschafter in Deutschland, John Kornblum, rechnet im Syrien-Konflikt mit einem Militärschlag Trumps. Den Zeitungen der Funke Mediengruppe sagte der Ex-Diplomat: "Nach der massiven Warnung wird Trump nicht mehr hinter seine Drohungen zurück können. Er wird sich transformieren, er wird auf andere Gebiete gehen und er wird weiterhin sehr viele Opfer kosten und auch Flüchtlinge im Land und außerhalb des Landes mit sich bringen", sagte André Bank vom German Institute of Global and Area Studies (Giga) im Deutschlandfunk.

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