UN-Sicherheitsrat: Westen legt Entwurf für neue Syrien-Resolution vor

Nach ihrem Militäreinsatz in Syrien wollen die USA, Großbritannien und Frankreich einen neuen Anlauf unternehmen, um den Syrien-Konflikt diplomatisch beizulegen. Russlands UN-Botschafter Wassili Nebensja signalisierte bereits, dass er das Papier ablehnen werde.

Der französische UNO-Botschafter Delattre sagte in New York, die drei Länder würden bald einen neuen Resolutionsentwurf in den Sicherheitsrat einbringen. In der Vorlage, die am Abend der Nachrichtenagentur AP vorlag, wird jeglicher Einsatz von Chemiewaffen verurteilt, vor allem der mutmaßliche Giftgasangriff am 7. April in Duma. Russland, ein Verbündeter des syrischen Machthabers Baschar al-Assad, und Damaskus weisen die Vorwürfe zurück. Zudem wird für die Einsetzung eines neuen Gremiums geworben, das die Urheberschaft von Chemiewaffenangriffen feststellen soll. Zunächst müsse die "politische und gefährliche militärische Situation" geklärt werden. Die aktuelle Atmosphäre sei "jedweder Annäherung nicht gerade zuträglich", sagte er.

Damit nahm Nebensja Bezug auf die jüngsten Luftangriffe der USA, Großbritanniens und Frankreichs auf Ziele in Syrien.

Die amerikanische UN-Botschafterin Nikki Haley erklärte in der Krisensitzung, die USA seien zu einem weiteren Militärschlag bereit, sollte Syrien erneut Giftgas einsetzen- Die USA würden dem syrischen Regime nicht erlauben, weiterhin chemische Waffen einzusetzen. Die Vorlage scheiterte jedoch im UN-Sicherheitsrat.

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