USA erlassen weitere Sanktionen gegen Russland

Sie verließen in mehreren Bussen das Botschaftsgelände in Moskau. Die russische Regierung hatte die Ausweisung von 60 US-Diplomaten angeordnet. Damit reagierten sie auf den Giftanschlag auf den früheren Doppelagenten Sergei Skripal am 4. März im südenglischen Salisbury. "Ich glaube, sie sollten in der Lage sein, die offenen Fragen zu klären, denn die internationale Entwicklung hängt völlig von den Beziehungen zwischen Russland und den USA ab". Die meisten Firmen und Einzelpersonen wurden bereits zuvor mit Sanktionen wegen der russischen Aggression in der Ukraine belegt. Schon demnächst sollen Sanktionen gegen einige von ihnen verkündet werden, schreibt die Nachrichtenagentur Reuters.

Betroffen seien unter anderem sieben Oligarchen, die Präsident Wladimir Putin nahestünden, und zwölf Firmen, die diese besäßen oder kontrollierten. Das Präsidialamt und das Finanzministerium lehnten eine Stellungnahme ab.

Der Nachrichtensender CNN wiederum berichtete, dass Sonderermittler Robert Mueller zumindest drei Oligarchen bei ihrer Einreise in die USA befragt und ihre Telefone überprüfen habe lassen.

Die Maßnahmen wurden nach US-Angaben sorgfältig mit europäischen Alliierten abgestimmt.

US-Geheimdienste gehen davon aus, dass Russland sich in den Präsidentschaftswahlkampf 2016 mit Hacker-Angriffen und Propaganda eingemischt hat - mit dem Ziel, die Wahl zugunsten von Donald Trump zu beeinflussen.

Ausgabe: