USA und Großbritannien warnen vor russischer Cyberattacke

Betroffen sind auch Privatpersonen.

Washington/London. Die USA und Großbritannien werfen russischen Hackern eine Cyberattacke auf zentrale Elemente des Internets vor.

Die britischen und US-amerikanischen Sicherheitsbeamten warnten laut Reuters, dass infizierte Router künftig für offensive Cyber-Operationen genutzt werden könnten.

Das britische nationale Zentrum für Cybersicherheit, das FBI und das US-Ministerium für Heimatschutz veröffentlichten am Montag dazu eine gemeinsame Erklärung.

Der Umfang des Schadens sei noch nicht bekannt, erklärte Jeanette Manfra vom US-Heimatschutzministerium. Ciaran Martin vom britischen National Cyber Security Centre ergänzte, es seien "Millionen von Maschinen" ins Visier genommen worden.

► Die Angriffe würden seit mehr als einem Jahr beobachtet werden und gingen von Hackergruppen aus, die vom Kreml unterstützt werden würden, teilten die Experten in der Erklärung mit. Möglicherweise brächten sich die Hacker für zukünftige Angriffe in Stellung.

Im Detail betroffen sind den Angaben zufolge Systeme, die mit Cisco Smart Install SMI ausgestattet sind, das Netzprotokoll Generic Routing Encapsulation GRE und das Netzwerkprotokoll SNMP, das Netzwerkelemente wie Router, Server oder Computer steuert und überwacht. Von offizieller Seite hieß es, der Angriffe betreffe eine große Bandbreite an Organisationen, darunter Anbieter von Internetanschlüssen, private Geschäfte und wichtige Infrastruktur.

Die USA und Großbritannien machen Russland für den den NotPetya-Cyberangriff 2017 verantwortlich. Russland und der Präsident haben dies zurückgewiesen.

► Die mutmaßliche Cyberattacke erfolgt inmitten von ohnehin schon extrem angespannten Beziehungen zwischen Russland und dem Westen. Die Spannungen waren zuletzt durch die gemeinsamen Luftangriffe der USA, Frankreichs und Großbritanniens auf mutmaßliche Chemiewaffenanlagen des syrischen Machthabers Baschar al-Assad verschärft worden.

Ausgabe: