Ver.di will mit Kaufhof über Sanierung verhandeln

Verdi habe beschlossen, Gespräche über eine Neuausrichtung des Unternehmens aufzunehmen, teilte die Gewerkschaft am Freitag nach einer Sitzung der Tarifkommission in Frankfurt mit. Kaufhof brauche "wettbewerbsfähige Personalkosten", so ein Sprecher.

Sichern Sie sich mit TA-Plus alle Inhalte der TA-Webseite und unserer Smartphone-App. Damit ist gemeint, dass es wahrscheinlich zu finanziellen Einbußen für die rund 18.000 Beschäftigten kommen wird. Der Konzern drängt auf Eile bei den Verhandlungen.

Ver.di sieht in den Konzepten des Managements für die Gesundung des Traditionsunternehmens mit seinen 96 Filialen in Deutschland "richtige Ansätze", kritisierte aber zugleich "eine Schieflage zulasten der Arbeitnehmer". Wirtschaftsprüfer hatten in den vergangenen Monaten im Auftrag der Gewerkschaft die Situation von Kaufhof geprüft und Sanierungsbedarf bestätigt.

Bevor über den Tarifvertrag gesprochen wird, will die Gewerkschaft aber erst gemeinsame Eckpunkte mit dem Management klären. "Galeria Kaufhof ist ein traditionsreiches, aber auch zukunftsfähiges Unternehmen", sagte ver.di-Verhandlungsführer Bernhard Franke. Die Gewerkschaft ver.di ist nun bereit, über einen Sanierungstarifvertrag zu verhandeln. Arbeitsplätze und Standorte müssten gesichert, Beratung und Service gestärkt werden.

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