Verdi kündigt weitere Streiks bei der Telekom an

Der Großteil der Warnstreikenden arbeite im Service, rund ein Viertel im Technikbereich.

Im Tarifkonflikt bei der Deutschen Telekom hat die Arbeitnehmerseite für diesen Dienstag weitere Warnstreiks angekündigt. Allein in Bremen legten nach Angaben von Telekom-Betriebsrat und Verdi-Fachbereichsleiter Siegbert Grotelüschen etwa 65 Beschäftigte aus dem Geschäftskundenbetrieb und dem Außendienst die Arbeit zeitweise nieder. "Wenn jemand eine Störung eines Anschlusses meldet, wird dieser nicht entstört". "Man muss unter Umständen im Callcenter etwas mehr Geduld mitbringen", sagte der Sprecher. Auch der ein oder andere Technik-Termin müsse verschoben werden. Besonders wegen der zahlreichen Baustellen auf dem Weg der Demonstration rechne er mit starken Einschränkungen für Autofahrer, sagte Grotelüschen.

Telekom-Mitarbeiter streiken im März am Johannisplatz in Leipzig.

Die Tarifverhandlungen werden am Mittwoch und Donnerstag in Euskirchen fortgesetzt. Wenn die Schlichtung ebenfalls scheitert, kann ver.di mit Erzwingungsstreiks drohen, die letztendlich zu neuen Verhandlungen führen würden. Verdi fordert für die rund 62.000 Beschäftigten unter anderem eine Entgelterhöhung von 5,5 Prozent bei einer Laufzeit von zwölf Monaten. Die Telekom hatte eine 28-monatige Laufzeit mit einem Lohnplus von zunächst 2 und später 1,7 Prozent angeboten. Die Gewerkschaft erwartet nun ein verbessertes Angebot. Die Höhe der Ausbildungsvergütungen und der Vergütungen für dual Studierende soll um 75 Euro angehoben werden.

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