Verdi nimmt Tarifangebot für Post-Beschäftigte an

Die Gewerkschaft ver.di hat das Angebot des Unternehmens angenommen, nachdem mehr als zwei Drittel der Mitglieder der Offerte zugestimmt hatten.

DüsseldorfDer Tarifstreit bei der Deutschen Post ist endgültig beendet.

Die 130.000 Tarifbeschäftigten bekommen laut der Gewerkschaft durch den Vertrag mit einer Laufzeit von 28 Monaten zum 1. Oktober drei Prozent mehr Geld, ein Jahr später steigen die Löhne um weitere 2,1 Prozent. An der Abstimmung beteiligten sich nach Gewerkschaftsangaben rund 51 000 Verdi-Mitglieder, 68 Prozent stimmten mit Ja. An der Befragung nahmen demnach mehr als 50.000 Mitglieder teil. Erstmals hatte Verdi die bei der Post beschäftigten Gewerkschaftsmitglieder selbst darüber entscheiden lassen, ob sie das Angebot ihres Arbeitgebers annehmen. Die Tariferhöhungen für dieses Jahr können sie in 60 Entlastungsstunden pro Jahr umwandeln, die Erhöhung für 2019 in weitere 42 Stunden. Die Gewerkschaft war mit einer Forderung nach sechs Prozent mehr Lohn bei einer Laufzeit von zwölf Monaten in die Verhandlungen gegangen.

Verdi-Verhandlungsleiterin Andrea Kocsis hatte von einem "schwierigen Angebot" gesprochen, das vor allem bei den Löhnen hinter den Erwartungen der Gewerkschaft zurückbleibe. Das Ergebnis zeige aber auch, "dass nicht alle zufrieden sind". Vor dem Angebot der Post machte Verdi mit Warnstreiks Druck.

Über dieses Thema berichtete die tagesschau am 10. April 2018 um 15:00 Uhr.

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