Zahl der Hartz- IV-Sanktionen gestiegen

Die "Welt" berichtet in ihrer Mittwochsausgabe über entsprechende Zahlen der Bundesarbeitsagentur (BA). Das sind 2800 weniger als ein Jahr zuvor.

Die Zahl der Sanktionen gegen Hartz-IV-Bezieher ist im vergangenen Jahr leicht gestiegen. Das ist derselbe Wert wie im Vorjahr.

Nürnberg Wenn ein Hartz-IV-Empfänger eine angebotene Stellen ablehnt oder Termine versäumt, muss er mit Sanktionen rechnen. Die Leistungen wurden im Schnitt um 108 Euro gekürzt. Deswegen wurden 98.860 Sanktionen ausgesprochen. "Die allermeisten Leistungsberechtigten halten sich an die gesetzlichen Spielregeln". Kürzungen gibt es außerdem, wenn jemand sich weigert, eine Arbeit oder Weiterbildung aufzunehmen, sowie bei Pflichtverletzungen gegen die sogenannte Eingliederungsvereinbarung.

Menschen unter 25 Jahren sind von den Sanktionen stärker betroffen. "Die Sanktionierung auf Null finde ich nicht vernünftig", sagte Scheele dazu.

Scheele wandte sich dagegen, vor allem Jugendliche zu hart zu bestrafen, indem etwa die Kosten für die Unterkunft gestrichen würden.

Im Jahresschnitt 2017 gab es 4,36 Millionen Hartz-IV-Empfänger; im Vorjahr waren es noch 4,31 Millionen. Bei den deutschen Staatsangehörigen hingegen hat sich diese Zahl im selben Zeitraum, von 2010 bis Ende Oktober 2017, um rund eine Million (20 Prozent) auf 3,9 Millionen reduziert. Wenn Jugendliche sich innerhalb eines Jahres einen weiteren Verstoß leisten, kann ihnen auch die Miete gekürzt werden. Und drohende Wohnungslosigkeit helfe auch nicht dabei, Menschen in Jobs zu vermitteln. Da manche Hartz-IV-Empfänger mehrfach sanktioniert werden, ist die Zahl der betroffenen Menschen deutlich niedriger als die Zahl der Fälle.

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