9 von 10 Menschen atmen verpestete Luft

Verpestete Luft macht krank und kann tödlich sein. Rund 4,2 Millionen Menschen sterben laut WHO hingegen durch verdreckte Luft, die sie im Freien einatmen.

Neun von zehn Bürgern weltweit atmen schlechte Luft - und im Kampf gegen die Luftverschmutzung geht nichts voran: Sieben Millionen Menschen weltweit sterben im Jahr durch verpestete Luft, schätzt die Weltgesundheitsorganisation (WHO) in ihrem neuesten Bericht.

Neun von zehn Menschen weltweit atmeten verpestete Luft ein. Mehr als 90 Prozent der Todesfälle im Zusammenhang mit der Luftverschmutzung werden demnach in einkommensschwächeren Ländern registriert. Giftige Partikel wie diese sind nach Schätzungen der WHO für ein Viertel aller Todesfälle durch Herzkrankheiten und Hirnschlag bei Erwachsenen verantwortlich.

Die Weltgesundheitsorganisation unterscheidet zwischen schlechter Luft drinnen und draußen. "In vielen Mega-Städten der Welt liegt die Schadstoffbelastung fünf Mal so hoch wie von der WHO empfohlen", sagte Maria Meira, WHO-Direktorin für öffentliche Gesundheit. Im Haus handele es sich meist um Rauch durch offenes Feuer sowie Kerosin- und Holzverbrennung zum Kochen oder für Licht. Mehr als drei Millionen Menschen hätten nach wie vor keinen Zugang zu sauberen Brennstoffen und fortschrittlichen Technologien in ihren Haushalten. In Ländern mit hohem Wohlstand - etwa Europa oder USA - sei die Luft am besten.

Die WHO wertete Daten aus mehr als 4300 Städten in 108 Ländern und damit die größte Datenbank über Luftverschmutzung weltweit aus.

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