Altmaier will bei Nord Stream 2 Lösung mit Ukraine und Russland

Altmaier ist nach Außenminister Heiko Maas der zweite deutsche Regierungsvertreter, der nach dem Antritt der neuen Bundesregierung Moskau besucht. Zugleich betonte Altmaier, er wolle trotz der gegenseitigen Sanktionen die Wirtschaftsbeziehungen mit Russland ausbauen. Die Unterstützung sei sehr wertvoll. Es gäbe Einigkeit darüber, dass das ukrainische Transitnetz weiterhin benötigt werde, denn der Importbedarf in der EU steige und Nord Stream 2 werde noch auf Jahre nicht mit voller Kapazität zur Verfügung stehen.

Über die Pipeline soll russisches Erdgas über die Ostsee nach Mittel- und Westeuropa transportiert werden. Die Arbeiten für das Milliardenprojekt sollen im Frühjahr beginnen und Ende 2019 fertig sein. Die Betreiber betonen, die Pipeline sei notwendig, um die Versorgungssicherheit bei der sich laut Prognosen "um die Hälfte verringernden Gasproduktion in Europa zu gewährleisten". Auch US-Präsident Donald Trump hatte die deutsche Unterstützung von Nord Stream 2 kritisiert.

Als mögliche Lösung in dem Streit gilt, dass Russland der Ukraine eine bestimmte Menge an Gas zusichert, die auch künftig durch die ukrainischen Leitungen fließt. Die Einnahmen daraus sind immens wichtig für das Land.

Bei der Pressekonferenz in Berlin, die unmittelbar vor dem Abflug des Politikers nach Kiew abgehalten worden war, erklärte Altmaier, dass er beabsichtige, die Regierungen der Ukraine und Russlands für die Bildung "einer allgemeinen energiepolitischen Konzeptionen" zu werben.

Denn die Ukraine soll sich unter keinen Umständen übergangen fühlen, wenn sich Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) und der russische Präsident Wladimir Putin am Freitag in Sotschi treffen.

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