Bericht: Nordkorea droht mit Absage des Trump-Kim-Treffens

"Wir machen weiter und treiben die Planungen für das Treffen von Präsident Donald Trump und Kim Jong Un voran", sagte die Sprecherin des US-Außenministeriums, Heather Nauert, am Dienstag in Washington.

Das historische Treffen zwischen Kim Jong Un und Donald Trump steht auf der Kippe. Die laut der südkoreanischen Nachrichtenagentur Yonhap, die die Welt mit Meldungen aus dem regelrecht abgeriegelten Norden versorgt, von Nordkorea kritisierten Militärübungen stellten keinesfalls eine Provokation dar: "Das sind Dinge, die wir auf der ganzen Welt machen".

Nordkorea hat außerdem die für Mittwoch geplanten Gespräche mit Südkorea ausgesetzt.

Nach den jüngsten Drohungen aus Nordkorea sehen die USA derzeit keinen Anlass zur Kursänderung.

Pjöngjang reagierte dem Bericht zufolge auf das alljährliche Militärmanöver "Max Thunder", an dem Streitkräfte Südkoreas und der USA teilnehmen.

Laut der nordkoreanischen Nachrichtenagentur KCNA seien die Militärübungen nicht wie gewünscht eingestellt worden. So simulierten die südkoreanische und die US-Luftwaffe einen Einmarsch in den Norden - das sei eine Provokation mitten der Erwärmung der innerkoreanischen Beziehungen. Der Krieg (1950-1953) zwischen dem kommunistischen Nordkorea und der Republik Südkorea mit mehreren Millionen Toten zementierte die Spaltung. Das Spitzentreffen zwischen Trump und Kim soll am 12. Juni in Singapur stattfinden.

Nordkoreas Machthaber Kim Jong Un und Südkoreas Präsident Moon Jae In hatten die Erklärung Ende April bei einem Gipfeltreffen verabschiedet und erklärt, den seit sieben Jahrzehnten währenden Kriegszustand noch in diesem Jahr beenden zu wollen.

Der Atomstreit mit Nordkorea gilt als einer der gefährlichsten Konflikte weltweit. Zudem sollen humanitäre Projekte, etwa direkte Kontakte zwischen getrennten Familien, wieder aufgenommen und der Austausch und die Zusammenarbeit in verschiedenen Bereichen verstärkt werden.

Nordkorea hatte sich grundsätzlich zu einer atomaren Abrüstung bekannt und angekündigt, sein Atomwaffen-Testgelände zwischen dem 23. und dem 25. Mai zu zerstören.

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