Bushido-Prozess geht am Mittwoch weiter

Jetzt klagt er, weil sein Album "Sonny Black" seit Jahren als jugendgefährdend eingestuft ist.

Deshalb sei das Album zu Unrecht in die "Liste jugendgefährdender Medien" eingetragen worden.

Die Bundesprüfstelle kann gegen die Entscheidung noch am Bundesverwaltungsgericht in Revision gehen. Sie dürfen aber Minderjährigen aus Gründen des Jugendschutzes nicht zugänglich gemacht werden.

Die zuständige Bundesprüfstelle in Bonn hatte die Indizierung damit begründet, dass in den Texten Gewalt und ein krimineller Lebensstil verherrlicht würden. Dieser Argumentation hatten sich in erster Instanz auch die Richter angeschlossen. Bushido setzt dem entgegen, Jugendliche seien heutzutage wirklichkeitsnäheren Darstellungen von Gewalt und Sex ausgesetzt als in seinen bewusst überzeichneten Gangster-Rap-Bildern.

Jenseits der Abwägung zwischen Kunstfreiheit und Jugendschutz könnte für die Richter am Mittwoch aber noch etwas anderes entscheidend sein: Die Klägerseite führt mögliche Formfehler der Bundesprüfstelle an. So wirft Bushidos Anwalt der Prüfbehörde vor, nicht allen mitwirkenden Künstlern die Möglichkeit zur Stellungnahme eingeräumt zu haben. Laut seines Anwalts wollte der Rapper am Mittwoch nicht zur Verhandlung über seine Klage kommen.

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