Ebola-Fall in Millionenstadt im Kongo bestätigt

In der Demokratischen Republik Kongo ist ein dritter Ebola-Fall bestätigt worden. Der Fall sei in Mbandaka mit fast 1,2 Millionen Einwohnern festgestellt worden, teilte die Weltgesundheitsorganisation (WHO) mit. Das Virus wurde demnach in Wangata, einem der drei Gesundheitsbezirke der Stadt in der Provinz Equateur, registriert. Damit sollen vor allem Mitarbeiter in Gesundheitseinrichtungen und Menschen, die mit den Ebola-Patienten in Kontakt gekommen waren, geimpft werden. Die WHO will in dieser Woche mit einer Impfkampagne in dem Land beginnen. Inzwischen seien 5400 Dosen eines experimentellen Impfstoffs im Land eingetroffen.

"Dies ist der neunte Ebola-Ausbruch im Kongo in den vergangenen 40 Jahren. Bisher waren aber alle in sehr isolierten Regionen, wie vergangenes Jahr in Likati, wodurch sich die Krankheit nie weit verbreitet hat". "Das hat sich mit dem aktuellen Fall in Mbandaka nun geändert".

Das Virus gehört zu den gefährlichsten Krankheitserregern der Welt. Die Eckpfeiler des Einsatzes gegen Ebola sind eine rasche Behandlung und Isolation der Erkrankten, die Identifizierung von Menschen, mit denen sie in Berührung kamen, Aufklärungsarbeit und Information über notwendige Verhaltensänderungen rund um Beerdigungsrituale, um die Verbreitung der Krankheit einzudämmen. Bei einer verheerenden Ebola-Epidemie 2014 und 2015 starben in Liberia, Guinea und Sierra Leone rund 11.000 Menschen.

Ausgabe: