Flixtrain will auf weiteren Bahnstrecken Züge fahren lassen

Ein Servicemitarbeiter der Deutschen Bahn filmt mit seinem Smartphone die Ausfahrt des neuen Fernzugs Flixtrain aus dem Bahnhof Köln. "Details zur genauen Fahrzeit können erst nach erfolgreicher Zuteilung der finalen Trasse ausgearbeitet werden", erklärte er.

München - Seit Ende März rollen die grünen Züge des Münchner Fernbusvermittlers Flixbus im Regelbetrieb von Hamburg nach Köln, Ende April hat das Unternehmen den regelmäßigen Zugverkehr auf der Strecke Stuttgart-Berlin aufgenommen.

Geplant sei zunächst jeweils eine Fahrt hin und zurück am Tag. Flixbus denkt auch darüber nach, später zwei bis drei Züge pro Tag fahren zu lassen. Die Deutsche Bahn zählt pro Jahr etwa 140 Millionen Fahrgäste in ihren Intercity und ICE. Wie ein Sprecher des Fernbus-Vermittlers MDR THÜRINGEN bestätigte, hat das Unternehmen zum Fahrplanwechsel im Dezember den Zugverkehr zwischen Berlin, Erfurt und München bei der Deutschen Bahn beantragt. Stattdessen versucht Flixbus, der Bahn durch Kampfpreise Kunden abzujagen.

Flixbus hatte die Zugverbindung von Stuttgart nach Berlin vor knapp einem Jahr vom insolventen Zugbetreiber Locomore übernommen und den Schienenverkehr bis zur Aufnahme des regulären Verkehrs in diesem Jahr als eine Art Test betrachtet. Die Auslastung liegt demnach zwischen 50 und 70 Prozent. Ohne Umstieg gehe es vom neuen Halt im Münchner Osten zu 26 Zielen in sechs Ländern. Ende Mai will das Unternehmen auch in den USA Verbindungen anbieten.

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