Missbrauch von Kindern in Kita: Ermittlungen abgeschlossen

In der Kindertagesstätte Piccolo Paradiso in der Daimlerstraße gegenüber dem Bosch-Gelände soll ein 20-jähriger Azubi Kinder sexuell missbraucht haben. Demnach wird einem 20 Jahre alten früheren Auszubildenden der privaten Einrichtung im Kreis Ludwigsburg 13facher sexueller Missbrauch von Kleinkindern vorgeworfen, darunter fünf schwere Fälle, teilte die Polizei am Dienstag mit. Weiter wurde die umfangreiche Sammlung von Bild- und Videomaterial mit kinder- und jugendpornografischen Inhalten ausgewertet. Außerdem werden ihm in sieben Fällen die Herstellung kinderpornografischer Schriften zur Last gelegt.

Die Polizei hatte für ihre Ermittlungen auch mehr als 30 Zeugen befragt. Die insgesamt 16 von den Missbrauchshandlungen betroffenen Kinder waren zum Tatzeitpunkt ein bis drei Jahre alt. Anfang März hatte sich die Mutter eines betroffenen Mädchens an die Polizei gewandt, nachdem sie aus Schilderungen ihrer Tochter erkannt hatte, dass es im Verlauf des vergangenen Jahres zu sexuellen Handlungen durch den Tatverdächtigen gekommen sein könnte. Anhaltspunkte für weitere solche Verbrechen außerhalb seines damaligen Arbeitsplatzes hätten sich bislang nicht ergeben. Nach einem Zeugenaufruf wandten sich weitere besorgte Eltern an die Polizei, deren Verdacht sich durch die folgenden Ermittlungen in den nunmehr festgestellten Fällen auch bestätigte.

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