Nach antisemitischer Gürtel-Attacke auf Israeli (21): Staatsanwaltschaft klagt 19-Jährigen an

Berlin. Einen Monat nach dem Angriff auf einen Kippa tragenden Israeli in Berlin hat die Staatsanwaltschaft Anklage gegen den Angreifer erhoben. Der Verdächtige muss sich vor Gericht verantworten.

Ihm wird zur Last gelegt, am Abend des 17. April 2018 in der Raumerstraße mit einem mutmaßlichen Mittäter zwei Passanten, die eine Kippa trugen, zunächst antisemitisch beleidigt zu haben. Zuständig für den Fall ist das Jugendschöffengericht Tiergarten.

Danach soll er einen der beiden Männer mit einer Gürtelschnalle an Kopf und Körper verletzt haben. Einer aus der Gruppe griff den Israeli dann an und schlug mit einem Gürtel auf ihn ein. Der 21-Jährige habe unter anderem eine aufgeplatzte Lippe und länger anhaltende Schmerzen an Kopf und Körper davongetragen.

Der Israeli hatte den Angriff gefilmt und das Video ins Internet gestellt. Der Angriff löste eine Welle der Empörung aus. Der Zentralrat der Juden warnte vor dem Risiko des öffentlichen Tragens von Kippas, in mehreren Städten fanden zudem Solidaritätskundgebungen statt.

Der Israeli ist nach eigener Aussage selbst kein Jude. Seit 19. April sitzt der mutmaßliche Täter in Untersuchungshaft.

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