Nach Finanzskandal in Münster-Gemeinde Stadtdechant Wilfried Schumacher gibt Ämter ab

Demnach bestätigten sich Recherchen des General-Anzeigers, wonach das turnusgemäße Controlling des Erzbistums Köln ein über mehrere Jahre hinweg währendes Missmanagement festgestellt hat.

Das Geld sei in der betroffenen Kirchengemeinde St. Zudem soll es bei Baumaßnahmen der Kirchengemeinde "zu Liquiditätsengpässen in vergleichbarer Höhe" gekommen sein.

Bonn - Der Bonner Stadtdechant Wilfried Schumacher hat die Verantwortung für den Finanzskandal in der Münsterpfarrei übernommen und ist von seinen Ämtern zurück getreten. Martin (Münsterpfarrei) gestopft. Die waren entstanden, weil zum Beispiel der Betrieb des "Münster-Carrés" defizitär gewesen ist. Dies ist hier nicht geschehen.

Den Verantwortlichen werde aber keine persönliche Bereicherung vorgeworfen, so das Erzbistum.

Zusammen mit der für die Kirchengemeinde St. Martin zuständigen Rendantur Bonn hatte Monsignore Wilfried Schumacher in seiner Funktion als Stadtdechant, Vorsitzender des Gemeindeverbands Bonn, Vorsitzender des Kirchenvorstands der Kirchengemeinde St. "Martin Bonn eine besondere Aufsichts- und Vermögensbetreuungspflicht", heißt es in der Mitteilung weiter. Er erkläre deshalb, mit sofortiger Wirkung auf die Aufgaben als Pfarrer der Pfarrei St. Martin in Bonn und als Stadtdechant zu verzichten. Er respektiert und unterstützt Monsignore Schumacher in dieser Entscheidung und dankt ihm für seinen priesterlichen Einsatz. Der Kölner Erzbischof, Kardinal Rainer Maria Woelki, habe den Rücktritt bereits angenommen.

Die Überprüfung und Ordnung der kirchengemeindlichen Finanzen wird mit Unterstützung der externen, unabhängigen Wirtschaftsprüfungs-gesellschaft fortgesetzt. Das Erzbistum prüfe auch, welche Maßnahmen gegebenenfalls ergriffen werden müssen, um derartige Fälle in Zukunft zu verhindern. Die derzeitige Restaurierung der Münsterbasilika werde durch die Vorgänge nicht beeinträchtigt, hieß es.

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