Spotify schmeißt R. Kelly aus allen Playlisten

Die Vorwürfe des sexuellen Missbrauchs sind altbekannt. Wie ein Unternehmenssprecher von Spotify mitteilte, wurde der Sänger aus sämtlichen Playlisten und Empfehlungen des Streaming-Dienstes verbannt. Die einzelnen Titel sollen demnach aber weiterhin abrufbar sein.

Wenn ein Künstler "besonders schädliche oder hasserfüllte" Taten begehe, beispielsweise Gewalt gegen Kinder oder sexuelle Gewalt, könne dies die Art der Zusammenarbeit "verändern", erklärte Spotify zu der Entscheidung, die Teil einer neuen Unternehmenspolitik ist.

Seit gestern kann man keine Songs von R. Kelly in den Playlisten auf Spotify finden.

Nach einem Bericht der New York Times hat Spotify die gleichen Maßnahmen gegen den bereits verurteilten US-Rapper XXXTentacion ergriffen.

Spotify reagiert damit auch auf einen offenen Brief der "Time's Up"-Bewegung: "Wir fordern angemessene Ermittlungen und Untersuchungen der Vorwürfe gegen R. Kelly, die von Frauen und ihren Familien nun seit über zwei Dekaden erhoben werden". Spotify habe den Schritt auf Grundlage "falscher Anschuldigungen" beschlossen und arbeite zudem mit Künstlern zusammen, gegen die ebenfalls Anschuldigungen vorliegen. Zudem klagte eine weitere Frau gegen den US-Popstar, dieser habe sie mit einer Geschlechtskrankheit infiziert - obwohl er von der Krankheit gewusst habe. Zwar wurde seine Musik nicht gänzlich gelöscht, jedoch verzichte man ab sofort auf jegliche Promotion von R. Kelly. R. Kelly wies die Anschuldigungen zurück. Nun fordern auch Hollywoodstars, die Vorwürfe zu prüfen - und R. Kelly zu boykottieren. mehr. Die Musiker hätten in Verbindung mit Rassisten oder Neonazis gestanden.

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