Stellenabbau auch im Management

"Wir werden dort bis zu 50 Stellen abbauen, um die Organisation effizienter und agiler zu machen", sagte der seit Januar amtierende Konzernchef Theodor Weimer laut Redetext bei der Hauptversammlung des Dax-Konzerns am Mittwoch in Frankfurt. Einem Medienbericht zufolge könnten es etwa 300 sein.

Kengeter hatte im Dezember 2015, und damit zwei Monate vor Bekanntwerden der Verhandlungen zwischen Deutsche Börse und LSE, mit eigenen Mitteln Aktien der Deutschen Börse für 4,5 Millionen Euro erworben. Die Neuaufstellung schlägt einmalig mit rund 200 Millionen Euro zu Buche. Parallel zum Stellenabbau will Weimer in anderen - zukunftsträchtigeren - Bereichen auch Personal einstellen.

"Wenn wir unsere Wachstumsziele wie geplant erfüllen, werden wir trotz des geplanten Personalabbaus über die nächsten Jahre eine dreistellige Zahl neuer Stellen schaffen". "Transformatorische Transaktionen bei denen wir nicht die Mehrheit danach halten oder der Sitz des Unternehmens nicht mehr in Hessen liegt, sind für uns keine Option". Nachdem Vorstandschef Carsten Kengeter seinen Posten bereits geräumt hatte, kündigte nun der massiv unter Druck stehende Aufsichtsratschef, Joachim Faber, seinen vorzeitigen Abgang von der Spitze des Kontrollgremiums an. "Ich möchte mir allerdings vorbehalten, einen Übergang im Vorsitz des Aufsichtsrats im Laufe der neuen Wahlperiode vorzubereiten", sagte er. Von den 71,1 % des Grundkapitals, die vertreten waren, wurde Faber mit 95,22 % der Stimmen bei nur wenigen Enthaltungen für drei weitere Jahre in das Kontrollgremium gewählt. Ein Zeitpunkt dafür sei zwar noch nicht absehbar.

Frankfurt/Main. Nach dem Krisenjahr 2017 bahnt sich bei der Deutschen Börse ein weiterer Wechsel in einer Spitzenposition an.

Auch sieht Hermes EOS eine Mitverantwortung von Faber in dem fragwürdigen Bonusprogramm, das der Aufsichtsrat für Kengeter entwickelt habe.

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