Stille Gedenkfahrt für tote Radfahrerin

Hunderte Radfahrer sitzen oder liegen auf der Kreuzung von Eppendorfer Weg und Osterstraße, um der tödlich verunglückten Radfahrerin zu gedenken.

Zu Rad-Korsos unter dem Motto "Ride of Silence" werden am Mittwochabend in Nordrhein-Westfalen mehrere hundert überwiegend weiß gekleidete Teilnehmer erwartet.

Organisiert wurde die Gedenkfahrt vom Allgemeine Deutsche Fahrrad-Club (ADFC) sowie der Gruppe "Hamburger Alltagsradler*innen". Laut ADFC sind vor allem Abbiegeunfälle ein großes Problem. Auch zu überlegen sei, den Schwerlastverkehr ganz aus den Innenstädten rauszuhalten, indem man die letzte Meile zum Ziel auf kleinere Autos oder Lastenräder verteile. Der Verband fordert daher, Fahrradfahrern im Straßenverkehr mehr Platz einzuräumen und Rechtsabbiegerkreuzungen umzugestalten, etwa mit vorgezogenen Haltelinien für Radfahrer.

Der ADFC Bonn/Rhein-Sieg erinnert an diesem Mittwoch, 16. Mai, mit einem "Ride of Silence" an die verletzten und getöteten Radfahrer in der Region. Im vergangenen Jahr kam laut ADFC jeder zehnte von 383 bei Unfällen gestorbenen Radfahrer durch rechtsabbiegende Lastwagen ums Leben. Mit der stillen Tour soll der verunglückten Radfahrer gedacht werden. Weitere Aktionen sind zeitgleich unter anderem in Essen, Dortmund, Bonn und Aachen geplant. Ursprünglich kommt der "Ride of Silence" aus den USA, wo nach dem tödlichen Verkehrsunfall eines Radfahrers dessen Freunde 2003 die erste Gedenkfahrt organisierten.

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