Über 60 000 Notrufe an den Autobahnsäulen

Notrufe zu Pannen und Unfällen wurden 2017 über die Notrufsäulen an den deutschen Autobahnen abgesetzt.

Die meist genutzte Notrufsäule, und somit Spitzenreiter, ist in diesem Jahr eine bayerische Säule. Am häufigsten genutzt (262 Mal) wurde die Notrufsäule Nummer 5.030 (an Kilometer 343,4 - kurz vor der Ausfahrt Plech - auf der BAB 9, München in Richtung Berlin).

Trotz der großen Verbreitung von Mobiltelefonen werden Notrufsäulen an Autobahnen noch häufig genutzt: Rund 60.000-mal riefen Autofahrer im vergangenen Jahr über eine der orangenen Säulen um Hilfe. Nach Angaben der Versicherer gibt es in diesem Bereich auf sieben Kilometer Länge noch bis Mitte 2018 eine Großbaustelle, bei der die Fahrbahn erneuert wird. Auf Platz 2 folgt eine Säule bei Zwickau an der BAB 72 mit 215 eingegangenen Notrufen. Betrieben werden sie von der Dienstleistungsgesellschaft des Gesamtverbands der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV).

Die meisten Meldungen gab es 2017 entlang der 769 Kilometer langen Bundesautobahn (BAB) 3 (fast 4.600) sowie der BAB 7 (fast 4.100). Insgesamt kamen 58 Prozent aller Notrufe von den zehn längsten Autobahnen, die mit 5.840 Kilometern allerdings nur 45% der Gesamtlänge aller Autobahnen ausmachen.

Im Zeitalter von Handys und Smartphone-Apps sind die orangefarbenen Notrufsäulen an Autobahnen zwar noch nicht gänzlich arbeitslos geworden, stehen aber vor einer ungewissen Zukunft, wie die 2017er-Auswertung der Betreibergesellschaft zeigt.

Weitere Zahlen aus der Notrufsäulenbilanz: Im Schnitt entfielen auf jeden der 12.996 Autobahnkilometer in Deutschland 3,7 Notrufe. Die BAB 255, der Autobahnzubringer zwischen der Hansestadt (Abzweigung Veddel) und der A1, behauptete mit 8 Anrufen pro Kilometer die Spitzenposition.

Ausgabe: