Uneinigkeit bei Fünf Sterne und Lega

Darin sei die mögliche Bitte an die Europäische Zentralbank enthalten, ebenso wie Neuverhandlungen von Italiens Beitrag zum EU-Budget, das Ende der Russland-Sanktionen und die Zurücknahme einer Rentenreform von 2011.

Die Lega weist die Meldung zurück. Zuvor hatte die "Huffington Post Italia" über einen Entwurf für ein Koalitionspapier der Lega mit der populistischen 5-Sterne-Bewegung berichtet. In dem Papier heißt es zudem, in der EU sollten Vorkehrungen getroffen werden, die es erlauben, aus der Währungsunion auszutreten.

In Italien scheinen sich die Parteispitzen der Fünf-Sterne-Bewegung und der Liga Nord auf ein gemeinsames Programm und damit die Regierungsbildung geeinigt zu haben. Insbesondere werde der Euro nicht mehr infrage gestellt. Zur Uneinigkeit darüber, wer neuer Ministerpräsident werden soll, kommen inhaltliche Differenzen insbesondere wenn es um die Haushaltsregeln der Europäischen Union geht. Präsident Sergio Mattarella gab Insidern zufolge den Parteien bis kommende Woche Zeit. Die zurzeit bekannten Details aus den Gesprächen deuten vor allem auf eine Ausweitung der italienischen Haushaltsdefizite und damit einer Erhöhung der Verschuldung des Landes hin, schreibt Bloomberg News. Mit der Bitte um Schuldenerlass bei der EZB würden zehn Prozentpunkte des Schuldenbergs von 130 Prozent der Wirtschaftsleistung wegfallen.

Die Unklarheit über die Ausrichtung der möglicherweise neuen italienischen Regierung hat zu Verkäufen italienischer Wertpapiere an den Finanzmärkten geführt. Der Leitindex der Mailänder Börse verlor im europäischen Vergleich überdurchschnittliche 0,8 Prozent.

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